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Straßenumbenennungen in Karlsruhe

Historische farbige Landkarte mit einem halbkreisförmigen Stadtplan, der von radialen Straßen und grünen Flächen umgeben ist.

Abb. 1: Stadtplan von Karlsruhe (Ausschnitt) von Johann Friedrich von Batzendorf, 1718, Kopie von W. Bender, 1882. Quelle: StadtAK 8/PBS XVI 14.

Volker Steck, 14.7.2026

DOI: https://doi.org/10.58019/3MNT-7856

Straßenumbenennungen sind ein Thema, das Karlsruhe von den Anfängen bis heute begleitet. Sie erfolgten aus ganz unterschiedlichen Gründen und waren immer wieder Anlass zu Diskussionen, denn in allen Fällen war eine Adressänderung mit einem hohen Aufwand für die Anlieger verbunden. Der folgende Text möchte verschiedene Gründe für solche Umbenennungen vorstellen.

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Kriegsende II: Beseitigung der Vergangenheit

Zu sehen ist ein Foto der vollen Anklagebank des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof im November 1945.

Das Kriegsende 1945 hatte viele Gesichter – hier zu sehen die Anklagebank des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, November 1945, Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, © Public Domain.

Ernst Otto Bräunche, 23.5.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/T9YV-Q077

Als französische Truppen am 4. April Karlsruhe befreiten, kamen sie in eine Stadt, in der es zahlreiche Erinnerungen an die nun beendete Zeit des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum gab. Mit der ältesten und wohl auch nachhaltigsten Form der Erinnerung im öffentlichen Raum, der Benennung von Plätzen und Straßen, hatten sich die neuen NS-Machthaber nach der letzten nur noch bedingt demokratischen Reichstagswahl der Weimarer Republik am 5. März 1933 sogleich befasst.

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