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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Zeitungen III: Der Volksfreund

Schwarz-weiße Titelseite der Zeitung 'Volksfreund' vom 27. Juni 1901 mit mehreren Textspalten und dem Titel in großer Frakturschrift.

Abb. 1: Titelseite des Volksfreundes vom 27. Juni 1901. Quelle: Badische Landesbibliothek.

Annika Kleine, 17.8.2026

DOI: https://doi.org/10.58019/5HS9-7885

Mit dem 1878 von der Reichsregierung erlassenen Sozialistengesetz „gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ sollte die junge Arbeiterbewegung politisch, organisatorisch und publizistisch zerschlagen werden. 1880, kurz nach der ersten Verlängerung des Gesetzes, übernahmen Adolf Geck und Hermann Hambrecht den demokratischen Rheinboten in Offenburg und benannten diesen in Volksfreund um. Geck und Hambrecht wollten „für das werktätige Volk Badens schreiben“ – wegen des Sozialistengesetzes kein einfaches Unterfangen.

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Wahlen I: Wahlkämpfe im Großherzogtum

Schwarz-weiße Innenansicht eines historischen Versammlungssaals mit hohen Fenstern, Säulen und mehreren Personen an Tischen und auf einer erhöhten Galerie.

Abb. 1: Der Karlsruher Ständesaal mit überfüllten Tribünen (1845, zeitgenössische Darstellung). Quelle: Wikipedia.

Hans-Peter Becht, 31.7.2026

DOI: https://doi.org/10.58019/RV3B-JE52

Wahlen können in Baden auf eine lange Geschichte zurückblicken, die mit der Verfassung von 1818 beginnt. Bei Wahlkämpfen geht es in der Regel heiß her, und der politische Gegner wird oftmals mit unlauteren Methoden bekämpft – heute wie im 19. Jahrhundert.

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Zeitungen II: Die Badische Presse

Zu erkennen ist ein Scan der Titelseite der Badischen Presse vom 1. Januar 1890.

Abb. 1: Titelblatt der Badischen Presse vom 1. Januar 1890, Quelle: BLB.

Annika Kleine, 11.3.2026

DOI: https://doi.org/10.58019/713K-5M61

Als Ferdinand Thiergarten im Januar 1889 nach Karlsruhe kam, um den Verlag der Badischen Presse zu übernehmen, hatte das Blatt eine Auflage von 11.000 Stück und stand kurz vor dem finanziellen Ruin. Zuvor hatte Thiergarten mit seiner Frau Emma in Freiburg gelebt, wo er dem Freiburger Tagblatt zu Erfolg verholfen hatte. Innerhalb weniger Jahre gelang es Thiergarten – zusammen mit seinem Chefredakteur Albert Herzog –, die Badische Presse zur größten und bedeutendsten Zeitung Karlsruhes und der Region zu machen. Dabei gelang es ihm, die etablierte Badische Landeszeitung zuerst in der Auflage zu überflügeln und später auch aufzukaufen.

Anders als heute war die Karlsruher Zeitungslandschaft vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 durch reiche Vielfalt geprägt. Neben der Badischen Presse gab es unter anderem die Karlsruher Zeitung, das Karlsruher Tagblatt, den sozialdemokratischen Volksfreund, den katholischen Badischen Beobachter und den nationalsozialistischen Führer.

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Badische Landtagswahl 1925

„Die badischen Landtagswahlen“, in: Badische Presse vom 26. Oktober 1925, Quelle: BLB.

Michael Fischer, 26.10.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/B0CJ-8523

Im März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt – und das in einer sich zunehmend polarisierenden politischen Lage. Vor 100 Jahren wählten die Badener am 25. Oktober 1925 in einer sich ebenfalls immer weiter polarisierenden Lage einen neuen Landtag. Zwar ist die damalige Situation nur schlecht mit der heutigen Lage zu vergleichen – aber gleichwohl lohnt sich ein Blick auf die Rahmenbedingungen, Akteure, Themen und Resultate des damaligen Wahlkampfes. Ein besonderes Augenmerk wird im Folgenden auf die publizistischen Organe der wahlkämpfenden Parteien von 1925 gelegt.

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Zeitungen I: Badischer Beobachter

Zu sehen ist die Titelseite des Badischen Beobachters von 1863.

Titelblatt der ersten Ausgabe mit dem Namen Badischer Beobachter. Quelle: BLB.

Gerrit Heim, 8.10.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/CXPY-HD28

Der Badische Beobachter war eines der Leitmedien im Großherzogtum Baden. Seine Geschichte spiegelt die Entwicklung des Pressewesens in Baden im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und in der frühen NS-Zeit wider. Vor 90 Jahren verbot die nationalsozialistische Regierung die letzten in Teilen unabhängigen Pressemedien, und Zeitungen wie der Badische Beobachter stellen ihr Erscheinen ein. Übrig blieben Parteizeitungen der NSDAP und inhaltlich gleichgeschaltete bürgerliche Presseerzeugnisse.

Entstanden war der Badische Beobachter während der Liberalisierung der Pressegesetzgebung in den 1860er-Jahren. Dies war eine Zeit, in der außerordentlich viele Presseerzeugnisse gegründet wurden, die erstmals auch langfristig erschienen. Als Medium des politischen Katholizismus war er im Kaiserreich klar in der Opposition verortet, wurde in der Weimarer Republik demokratiestützend und überdauerte nach 1933 nur noch kurze Zeit. Unter neuen Vorzeichen gelang nach 1945 keine Neugründung.

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Kurt Knittel

Schwarz-weiß-Portrait von Kurt Knittel

Brustbild von Kurt Knittel © Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schmeiser 4443 Knittel, Kurt 1948

Gerrit Heim, 5.2.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/x12t-9912

1975 schied Kurt Knittel aus dem aktiven Landesdienst aus. Damit endete eine Laufbahn, die im Schuldienst begann, während des Zweiten Weltkrieges als ideologischer Schulungsleiter nach Auschwitz führte und schließlich in der Badischen Landesbibliothek ihren Abschluss fand.

Kurt Knittels Werdegang ist in vielerlei Hinsicht exemplarisch für die Tätergeneration des Nationalsozialismus. Geboren 1910 als Sohn eines Bankangestellten, war er zu jung um am Ersten Weltkrieg teilzunehmen. Das empfundene Manko der fehlenden Fronterfahrung versuchte diese Generation durch eine zur Schau gestellten Härte oder auch Sachlichkeit auszugleichen. Ausbildung und Studium erfolgten in der krisengeschüttelten Weimarer Republik und der Berufseinstieg im sich formierenden NS-Staat. Knittel arrangierte sich schnell mit den neuen Verhältnissen. Zunächst ohne Anstellung, ebnete er durch einen Eintritt in die SS 1933 seiner Karriere als Lehrer im badischen Staatsdienst den Weg. Ab 1935 ist seine Tätigkeit als Sturmschulungsmann in Karlsruhe nachgewiesen. Die SS-Mitgliedschaft nutzte Knittel um für ihn unliebsame Entwicklungen zu verhindern. Mehrfach gelang es ihm eine Versetzung aus Karlsruhe über seine SS-Kontakte zu blockieren.

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Franz Moraller und die NS-Zeitung Der Führer

Franz Moraller, Hauptschriftleiter der NS-Zeitung Der Führer (1940) - Zum Digitalisat

Michael Fischer, 22.1.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/9h84-tr69

In der sechsteiligen Vortragsreihe „Lebensspuren der NS-Zeit“ der Badischen Landesbibliothek stellt die BLB im Winterhalbjahr 2024/25 Persönlichkeiten vor, die in den Jahren 1933 bis 1945 von den Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes persönlich betroffen waren oder aber auf der anderen Seite Akteure dieses Regimes gewesen sind und die alle auf die ein oder andere Weise mit der Badischen Landesbibliothek in Beziehung stehen.

Franz Moraller war einer der maßgeblichen Köpfe der NS-Zeitung Der Führer (1927–1945), die sich als Druckexemplar im Bestand der BLB befindet und in den Digitalen Sammlungen der BLB nutzbar ist. Moraller gehörte zur Führungsebene der badischen NSDAP und war ein enger Weggefährte des „Führer[s] vom Oberrhein“ Robert Wagner – die über Moraller veröffentlichte Literatur ist jedoch spärlich.
 

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Heinrich Vierordt I: Kriegsdichtung

Die Abbildung zeigt eine Zeichnung von Heinrich Vierordt (1845-1945) vor der Pyramide auf dem Karlsruher Marktplatz von 1935.

Zeichung von Heinrich Vierordt auf dem Karlsruher Marktplatz. Aus: Der Führer am Sonntag vom 29. September 1935 – zum Digitalisat.

Michael Fischer, 30.10.2024

Der Name Vierordt ist vielen Karlsruhern ein Begriff: der Bau des Vierordtbades in der Karlsruher Innenstadt wurde durch eine Spende des Bankiers Heinrich Vierordt ermöglicht und trägt seit 1873 ihm zu Ehren seinen Namen. Sein Enkel mit dem gleichen Namen ist allerdings heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu seinen Lebzeiten war der Karlsruher Heimatdichter Heinrich Vierordt (1855–1945) sehr populär. Er hat im Laufe der Jahrzehnte eine sehr unterschiedliche Rezeption erfahren – vom allseits geachteten Verfasser badischer Heimatgedichte über den nationalistischen Kriegsdichter zum Befürworter der nationalsozialistischen Diktatur. Eine öffentliche Kontroverse um seine historische Bewertung veranlasste die Stadt Karlsruhe 2017, die nach ihm benannte Straße in Karlsruhe-Palmbach auf den Großvater umzuwidmen.

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150 Jahre badische Münzprägung, Teil II

Das Foto zeigt eine Abbildung des Sammlungsgebäude auf einer Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

Abbildung des Sammlungsgebäudes auf einer Postkarte (Anfang 20. Jahrhundert). – zum Digitalisat

Eine Dokumentation in Schlaglichtern anhand von Dokumenten in der Badischen Landesbibliothek Teil II

Felix Geisler, 11.9.2024

In diesem zweiten Teil wird hier ausgeführt, welche Bedeutung der Bibliotheksdirektor Wilhelm Brambach für die badische Münzsammlung spielte, wie es mit der Karlsruher Münzpräge weiterging und wo sich das Münzkabinett aus der ehemaligen Großherzoglichen Hofbibliothek heute befindet.

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150 Jahre badische Münzprägung , Teil I

Die Abbildung zeigt eine Bleimedaille auf den bau der Münzstätte in Karlsruhe 1826.

Bleimedaille auf den Bau der Münzstätte 1826, geprägt von Ludwig Kachel

Eine Dokumentation in Schlaglichtern anhand von Dokumenten in der Badischen Landesbibliothek Teil I

Felix Geisler, 5.9.2024

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis 1936 waren die Großherzogliche Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe und das Großherzogliche Münzkabinett eng miteinander verbunden: Sie wurden in den gleichen Räumlichkeiten aufbewahrt und in Personalunion geleitet. In den folgenden Ausführungen wird die Geschichte der badischen Münzprägung in zwei Teilen nachgezeichnet. Hier im ersten Teil stehen die Anfänge bis Mitte des 19. Jahrhunderts sowie die Art und Weise der Münzherstellung im Vordergrund.

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