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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Heinrich Vierordt II: Nationalsozialismus

Die Abbildung zeigt Heinrich Vierordt (1845-1945) in einer Aufnahme von 1935.

Heinrich Vierordt, 1935. Aus: Der Führer am Sonntag vom 29. September 1935 – zum Digitalisat.

Michael Fischer, 8.11.2024

DOI: https://doi.org/10.58019/ks2s-2v09

Der erste Teil dieses Blogbeitrags widmete sich Heinrich Vierordts Heimat- und Kriegsdichtung; im zweiten Teil steht nun seine politische Ausrichtung während der Weimarer Republik und der NS-Diktatur im Fokus.

1917 unterzeichnete Vierordt den Karlsruher Gründungsaufruf der Deutschen Vaterlandspartei. Bei dieser handelte es sich um eine rechte Parteineugründung, die als Scharnier zwischen der alten, wilhelminisch geprägten konservativen Rechten, dem zeitgenössischen militärischen Autoritarismus und den neurechten, imperialistischen, antisemitischen und völkischen Rechten fungierte. Aus ihr gingen nach 1918 mehrere Parteien hervor – am wirkmächtigsten zwar die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), aber auch Kleinparteien, die programmatisch der späteren Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) nahestanden.

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„Gegen Schmutz und Schund“

Der Screenshot zeigt einen Artikel im Jungen Freiheitskämpfer, der Beilage zum Führer, vom 16. Juni 1933, in dem verfemte Literatur beschrieben wird.

Ausgabe von Der junge Freiheitskämpfer, Beilage zu Der Führer vom 16. Juni 1933. – zum Digitalisat.

Frédérique Renno, 16.6.2023 

DOI: https://doi.org/10.58019/0gpm-mp40

Dieses Jahr gab es bereits zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Erinnerungsprojekte zu den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten: Zwischen März und Oktober 1933 warfen die Nationalsozialisten an über 160 Orten Werke der von ihnen verfemten Bücher ins Feuer. Ein unrühmlicher Höhepunkt war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in etwa zwanzig deutschen Universitätsstädten, die von der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit begleitet wurde. Werke aus Kunst, Wissenschaft und Philosophie, Politik, Lyrik und Romanliteratur wurden – von sogenannten „Feuersprüchen“ begleitet – den Flammen übergeben. Es waren Bücher von jüdischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Texte der kulturellen Moderne und Schriften, die auf die Freiheit der Meinung, des Denkens, der Kunst und der Forschung beharrten. Vernichtet wurden Werke von Sigmund Freud, Rosa Luxemburg, Albert Einstein, Karl Marx, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Bertha von Suttner, Erich Kästner und vielen anderen mehr. In der Parteizeitung der Nationalsozialisten Der Führer vom 16.6.1933 wurden die Namen einzeln aufgelistet.

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90 Jahre NS-Machtergreifung

Frédérique Renno, 30.01.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/h2wz-sv90

Heute vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Hitler übernahm damit die Führung einer Koalitionsregierung aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Es waren turbulente Zeiten, in denen sich die Ereignisse förmlich überschlugen.

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Tag der Provenienzforschung 2021

Abb. 1: Tilgungsstempel.

Julia von Hiller, 14.4.2021 

DOI: https://doi.org/10.58019/2q3m-a605

Heute findet zum dritten Mal der internationale Tag der Provenienzforschung statt. Viele Archive, Museen und Bibliotheken arbeiten daran, die Washingtoner Prinzipien von 1998 umzusetzen und NS-Raubgut in ihren Beständen zu identifizieren, zu dokumentieren und nach Möglichkeit zu restituieren. Viele haben noch gar nicht begonnen. Die Badische Landesbibliothek hat die Recherche nach NS-Raubgut in ihren Beständen bereits erledigt. In den Jahren 2016 bis 2020 hat sie mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste und der Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg ihren Monographien- und Zeitschriftenbestand systematisch überprüft.

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