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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Adolf Geck

Porträt eines bärtigen Mannes mit lockigem Haar in Anzug und Weste, der nach rechts blickt.

Abb. 1: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe {231 Nr. 2937 (687)}: Quelle: www.landesarchiv-bw.de/plink/.

Gerrit Heim (Gastautor), 13.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/3ywa-c062

Vor 70 Jahren verstarb mit Adolf Geck der erste in die Zweite Kammer des Badischen Landtags gewählte Sozialdemokrat – 1905/06 wurde er sogar Mitglied des Landtagspräsidiums. Geck verkörperte die Biografie eines Sozialdemokraten aus dem von ihm so bezeichneten „Heldenzeitalter der Partei“ wie kaum ein anderer.

Als eines von acht Kindern eines Gastwirts 1854 in Offenburg geboren, absolvierte er das Progymnasium als Klassenbester. Das anschließende Studium des Bauingenieurwesens in Karlsruhe brach er jedoch 1878 ohne Abschluss ab. Stattdessen wandte er sich der Arbeiterbewegung zu. In der Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokratie und Reichsregierung im Zuge der Sozialistengesetze kämpfte Adolf Geck für seine Überzeugungen, was ihm als führenden Mitglied der badischen Sozialdemokraten zahlreiche Haft- und Geldstrafen einbrachte.

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Günther Klotz – der „OB mit Herz und Humor“

Auf dem Foto ist der ehemalige Oberbürgermeister von Karlsruhe, Günther Klotz, zu sehen. Er hält Papiere in den Händen und sitzt an einem Schreibtisch.

Abb. 1: Günther Klotz, etwa 1952.

Michael Fischer, 7.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/mwr2-1881

So ziemlich jeder Karlsruher kennt sie und fast jeder war schon mal dort: die Günther-Klotz-Anlage zwischen Südweststadt und Grünwinkel mit ihren Grünanlagen, der hindurchfließenden Alb, einem Spielplatz, kleinen Seen, einer Skateanlage und vielem mehr. Im Volksmund wird sie liebevoll „Klotze“ genannt. Ihr Namensgeber war der legendäre Karlsruher Oberbürgermeister Günther Klotz, dessen Todestag sich am 7. April 2022 nun zum fünfzigsten Mal jährt.

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Krieg in der Ukraine

Die Buchseite zeigt inmitten einer breiten Rankenbordüre den Evangelisten Matthäus sitzend beim Schreiben seines Evangeliums.

Abb. 1: Der Evangelist Matthäus. Evangeliar von Peressopnyzja (16. Jh.) in der Wernadskyj-Nationalbibliothek in Kiew. Quelle: Wernadskyj-Nationalbibliothek.

Julia von Hiller, 26.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/382c-2m18

Die Badische Landesbibliothek verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Wir sind in Gedanken bei denen, die nun um ihr Leben fürchten und erleben müssen, dass ein völkerrechtswidriger Krieg ihr Land mit Tod und Zerstörung überzieht. Wir als Badische Landesbibliothek mit einer eigenen Kriegszerstörungsgeschichte machen darauf aufmerksam, dass bei den Angriffen des russischen Militärs auf die ukrainischen Städte auch das reiche Kulturerbe des Landes in höchstem Maß bedroht ist.

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Zeitungsarchäologie II: Auktionspech

Textplakat mit allen Angaben zu Ort, Termin und Inhalt der Vorstellung.

Abb. 1: Anschlagzettel zur Vorstellung des Seiltänzers Rudolph Knie am 6. und 7. Juni 1832 in Karlsruhe (121 C 38 R).

Julia von Hiller, 9.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/a1ey-4k57

Am 14. Oktober 2021 wurden bei Kiefer Buch- und Kunstauktionen in Pforzheim zweiundzwanzig Schaustellerzettel verauktioniert. Bei genauerer Recherche stellte sich heraus, dass viele dieser Zettel zu Darbietungen von Akrobaten, Zauberern und Sängerinnen, zu Präsentationen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten et cetera nach Karlsruhe gehören, wo sie in den Jahren 1831 bis 1833 zum Einsatz gekommen sind. Als frühe Dokumente der Unterhaltungs- und Eventbranche des 19. Jahrhunderts haben sie ohnehin einen einzigartigen kulturgeschichtlichen Wert. Nun waren sie womöglich auch noch Zeugnisse dieser Branche aus unserer Stadt. Und Unikate waren sie vermutlich auch. Deshalb haben wir uns in der BLB sofort brennend dafür interessiert, sind der Sache nachgegangen und haben auf die Zettel geboten.

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Abgesang auf die Plastiktüte

Abb. 1: BLB-Plastiktüte bei nassem Wetter.

Julia von Hiller, 31.12.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/5h1v-0934

Ab morgen gilt in Deutschland ein Verbot für leichte Plastiktragetaschen, üblicherweise genannt: Plastiktüte. Im Text des Verpackungsgesetzes heißt es genau: „Letztvertreibern ist ab dem 1. Januar 2022 das Inverkehrbringen von Kunststofftragetaschen, mit oder ohne Tragegriff, mit einer Wandstärke von weniger als 50 Mikrometern, die dazu bestimmt sind, in der Verkaufsstelle mit Waren gefüllt zu werden, verboten.“ Ein Verstoß gegen das Verbot wird als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet werden. Nur ultraleichte Kunststoffbeutel mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern für den Transport von losem Obst und Gemüse, Fleisch oder Wurstwaren bleiben erlaubt.

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Die RAF und die BLB

Leihkarte von Günter Sonnenberg.

Abb. 1: Benutzerkarte von Günter Sonnenberg als Benutzer der Badischen Landesbibliothek, ausgestellt am 5. April 1976.

Julia von Hiller 23.11.2021 22.00 Uhr

DOI: https://doi.org/10.58019/yx0c-ab20

Am 7. April 1977, morgens auf der Fahrt zum Dienst am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von Terroristen der Roten Armee Fraktion ermordet. Die Badische Landesbibliothek hatte ihnen die Literatur zur Verfügung gestellt, die sie zur Vorbereitung der Tat benötigten.

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Verkehr und Mobilität in Baden

Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Abb. 1: Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Jana Madlen Schütte, 29.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/b5gy-qp12

In der 140. Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, eines seit 1806 in Straßburg erschienenen Kalenders, findet sich ein Rückblick, der auch die Veränderung des Verkehrswesens in diesem Zeitraum aufnimmt und aus der Perspektive des personalisierten „Boten“ berichtet. Dessen Reisen, also seine Zustellung, fanden zunächst noch mit der Postkutsche statt, bis das Dampfschiff und die Eisenbahn genutzt werden konnten. Der Bericht endet mit dem Ausruf: „Nun werde ich selbst in das entlegenste Dörfchen mit Autos gefahren.“ Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, welche Änderungen der Ausbau der Verkehrswege und die Einführung neuer Beförderungsmittel zur Folge hatten. Dank der Finanzierung durch die Stiftung Kulturgut kann in einem seit Oktober 2021 bestehenden Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt werden, die der Erforschung des Themenspektrums dient. Die auf diese Weise zugänglich gemachten Quellen stellen besonders für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen sowie für die Alltagsgeschichte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Fundgrube dar.

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Kooperative Bestandserhaltung

Zu sehen ist eine Fotografie der badischen Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Abb. 1: Badische Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Michael Fischer, 19.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/xpx3-cb62

2015 veröffentlichte die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit ihren Bundesweiten Handlungsempfehlungen eine Übersicht über die Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Gleichzeitig stellen diese Empfehlungen einen Wegweiser für die zu treffenden einrichtungs- und länderübergreifenden Abstimmungen aller Verantwortungsebenen zur Einleitung von Gegenmaßnahmen dar. Zur Sicherung des gedruckten Schrifttums ab 1851 empfiehlt die KEK die Pflichtexemplarbibliotheken nach heutigen territorialen Zuständigkeiten in den Ländern in Anspruch zu nehmen. (Druckschriften vor 1851 sind grundsätzlich in jedem noch vorhandenen Exemplar zu erhalten.)

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Zigarettenbilder aus Baden-Baden

Zu erkennen ist eine Collage aus Zigarettenbildern. 

Abb. 1: Werbeseite für die Mercedes-Zigarette im Sammelalbum "Filmkünstler aus aller Welt" der A. Batschari Cigarettenfabrik G.m.b.H. Baden-Baden, 1930. Signatur: 121 F 158,R,1. - Zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 12.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/05bc-6a89

Mit Jahresbeginn 2021 wurde die Tabakwerbung in Deutschland weiter eingeschränkt. Auch Kinowerbung ist jetzt verboten, wenn der gezeigte Film für noch nicht volljähriges Publikum zugelassen ist. Ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden und Leuchtreklametafeln, zunächst für herkömmliche Zigaretten, ab 2024 auch für E-Zigaretten. Ganz verboten ist die Zigarettenwerbung aber immer noch nicht. Und in begrenztem Rahmen ist vieles anderswo längst Verbotene in Deutschland noch immer erlaubt: das Sponsoring von Veranstaltungen, das Verteilen von Gratis-Zigaretten oder das Betreiben von Flagship-Stores. Und natürlich bleiben der Zigarettenindustrie auch weiterhin alle Möglichkeiten der Produktplatzierung in Tankstellen und Supermärkten, des Gewinnspiel-Marketings und des Merchandising.

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Das Attentat auf Matthias Erzberger

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt Matthias Erzberger im Jahr 1919 bei der Nationalversammlung im Weimarer Schloss. Er sitzt an einem Tisch. Seine rechte Hand liegt auf einem Stapel Papier.

Abb. 1: Ein Demokrat der ersten Stunde: Matthias Erzberger nimmt im Jahr 1919 an der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung im Weimarer Schloss teil. © Bundesarchiv

Michael Fischer, 26.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/9taw-6q87

Ein Mord in Baden erschüttert die Weimarer Republik: Am 26. August 1921 erschießen Rechtsterroristen den Politiker Matthias Erzberger in Bad Griesbach. Die Hintergründe des Attentats und die Reaktionen der badischen Presse zeichnet Dr. Michael Fischer, Fachreferent für Politik, im BLBlog nach.

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