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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Verkehr und Mobilität in Baden

Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Abb. 1: Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Jana Madlen Schütte, 29.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/b5gy-qp12

In der 140. Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, eines seit 1806 in Straßburg erschienenen Kalenders, findet sich ein Rückblick, der auch die Veränderung des Verkehrswesens in diesem Zeitraum aufnimmt und aus der Perspektive des personalisierten „Boten“ berichtet. Dessen Reisen, also seine Zustellung, fanden zunächst noch mit der Postkutsche statt, bis das Dampfschiff und die Eisenbahn genutzt werden konnten. Der Bericht endet mit dem Ausruf: „Nun werde ich selbst in das entlegenste Dörfchen mit Autos gefahren.“ Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, welche Änderungen der Ausbau der Verkehrswege und die Einführung neuer Beförderungsmittel zur Folge hatten. Dank der Finanzierung durch die Stiftung Kulturgut kann in einem seit Oktober 2021 bestehenden Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt werden, die der Erforschung des Themenspektrums dient. Die auf diese Weise zugänglich gemachten Quellen stellen besonders für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen sowie für die Alltagsgeschichte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Fundgrube dar.

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Kooperative Bestandserhaltung

Zu sehen ist eine Fotografie der badischen Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Abb. 1: Badische Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Michael Fischer, 19.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/xpx3-cb62

2015 veröffentlichte die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit ihren Bundesweiten Handlungsempfehlungen eine Übersicht über die Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Gleichzeitig stellen diese Empfehlungen einen Wegweiser für die zu treffenden einrichtungs- und länderübergreifenden Abstimmungen aller Verantwortungsebenen zur Einleitung von Gegenmaßnahmen dar. Zur Sicherung des gedruckten Schrifttums ab 1851 empfiehlt die KEK die Pflichtexemplarbibliotheken nach heutigen territorialen Zuständigkeiten in den Ländern in Anspruch zu nehmen. (Druckschriften vor 1851 sind grundsätzlich in jedem noch vorhandenen Exemplar zu erhalten.)

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Zigarettenbilder aus Baden-Baden

Zu erkennen ist eine Collage aus Zigarettenbildern. 

Abb. 1: Werbeseite für die Mercedes-Zigarette im Sammelalbum "Filmkünstler aus aller Welt" der A. Batschari Cigarettenfabrik G.m.b.H. Baden-Baden, 1930. Signatur: 121 F 158,R,1. - Zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 12.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/05bc-6a89

Mit Jahresbeginn 2021 wurde die Tabakwerbung in Deutschland weiter eingeschränkt. Auch Kinowerbung ist jetzt verboten, wenn der gezeigte Film für noch nicht volljähriges Publikum zugelassen ist. Ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden und Leuchtreklametafeln, zunächst für herkömmliche Zigaretten, ab 2024 auch für E-Zigaretten. Ganz verboten ist die Zigarettenwerbung aber immer noch nicht. Und in begrenztem Rahmen ist vieles anderswo längst Verbotene in Deutschland noch immer erlaubt: das Sponsoring von Veranstaltungen, das Verteilen von Gratis-Zigaretten oder das Betreiben von Flagship-Stores. Und natürlich bleiben der Zigarettenindustrie auch weiterhin alle Möglichkeiten der Produktplatzierung in Tankstellen und Supermärkten, des Gewinnspiel-Marketings und des Merchandising.

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Das Attentat auf Matthias Erzberger

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt Matthias Erzberger im Jahr 1919 bei der Nationalversammlung im Weimarer Schloss. Er sitzt an einem Tisch. Seine rechte Hand liegt auf einem Stapel Papier.

Abb. 1: Ein Demokrat der ersten Stunde: Matthias Erzberger nimmt im Jahr 1919 an der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung im Weimarer Schloss teil. © Bundesarchiv

Michael Fischer, 26.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/9taw-6q87

Ein Mord in Baden erschüttert die Weimarer Republik: Am 26. August 1921 erschießen Rechtsterroristen den Politiker Matthias Erzberger in Bad Griesbach. Die Hintergründe des Attentats und die Reaktionen der badischen Presse zeichnet Dr. Michael Fischer, Fachreferent für Politik, im BLBlog nach.

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Interview mit Wolfgang Zimmermann

Abb. 1: Recherche leicht gemacht: Über den neuen Open-Access-Server RegionaliaOpen der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe sind verschiedenste landeskundliche Texte online verfügbar. © Badische Landesbibliothek.

Jana Madlen Schütte, 19.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/yj85-st08

Auf RegionaliaOpen bietet die Badische Landesbibliothek (BLB) Herausgebern und Autoren seit 18. Mai 2021 eine Plattform, um Fachtexte über Baden und die Oberrheinregion weltweit frei zugänglich zu machen. Einige Texte sind bereits online – darunter sieben Jahrgänge der landesweit bekannten Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Welche Vorteile die Open-Access-Veröffentlichung bietet und ob weitere Bände folgen, berichtet der ZGO-Schriftleiter Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann im Gespräch mit Dr. Jana Madlen Schütte. Diese leitete den Bereich für Landesbibliothekarische Aufgaben der BLB bis Mitte 2022.

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„Ein Sommer in Baden-Baden“

Zu sehen ist das Titelblatt des Werkes "Ein Sommer in Baden". 

Abb. 1: Das Praxisbeispiel passt gut in den August: In „Ein Sommer in Baden-Baden“ berichtet Eugène Guinot von seinen Reisen in der Oberrheinregion. © Badische Landesbibliothek.

Ruth Ackermann, Beate Ehlig, Jana Madlen Schütte und Janina Späth, 17.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/60cq-kv98

Zeitungen, Handschriften, Bücher: Mehr als vier Millionen Seiten aus unterschiedlichen Publikationen hat die Badische Landesbibliothek (BLB) in den vergangenen Jahren digitalisiert. Über ihre Webseite stellt sie die Werke weltweit kostenlos zur Verfügung – viele davon inklusive Texterkennung. Doch wie wird das Original zum Digitalisat? Welche Schritte nehmen die Seiten auf dem Weg zum Image? Das verrät das Team Digitalisierung im BLBlog.

Passend zur Urlaubszeit dient ein Reisebuch aus dem Jahr 1858 als Beispiel: „Ein Sommer in Baden-Baden“ von Eugène Guinot (1805-1861). Der französische Autor und Journalist beschreibt und illustriert die Stationen seiner Reise durch die Oberrheinregion, darunter Baden-Baden, Freiburg, Rastatt, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim.

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Verklärung

Abb. 1: Verklärung Christi. In: Michael de Massa: Vita Christi, Oberrheinischer Sprachraum, Mitte 15. Jh., Cod. Donaueschingen 436, Bl. 114r.

Julia von Hiller, 6.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/wx4x-q038

Und er ward verklärt vor ihnen,
und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne,
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Matth. 17,2

Die Verklärung ist eine meiner Lieblingsgeschichten im Neuen Testament. Jesus steigt mit den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort erscheint er ihnen plötzlich in seiner göttlichen Natur, Mose und Elia neben sich. Die Jünger wirft es um, als sie Gottes Stimme hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören.“

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Aus der Trennung heraus!

Zu sehen ist das Werbeplakat der Ausstellung "Aus der Trennung heraus! 200 Jahre Evangelische Landeskirche in Baden". Es besteht aus einer Collage, im Vordergrund befindet sich eine Abbildung einer Statue von zwei, sich an den Händen haltenden, Engeln. Der Hintergrund ist bunt.

Abb. 1: Ausstellungsplakat – Aus der Trennung heraus!

Julia von Hiller, 26.7.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/8t2b-jt78

Am 2. Juli 1821 trat in der Karlsruher Stadtkirche eine Synode aus 22 Lutheranern und 22 Reformierten zusammen, um aus den beiden evangelischen Konfessionen eine unierte Kirche zu bilden. Am 26. Juli war das Werk vollendet. Großherzog Ludwig von Baden erließ die Unionsurkunde, die von den Synodalen unterzeichnet wurde. Ein Anfang war gemacht. Heute feiert die Evangelische Landeskirche in Baden den 200. Jahrestag der Kirchenunion. Wir als Badische Landesbibliothek können nur Weniges beitragen, aufgrund der Zerstörung der BLB im Zweiten Weltkrieg ist der ehemals reiche Quellenbestand zur Kirchenunion nicht erhalten und nur fragmentarisch ersetzt worden. Aber wir gratulieren umso herzlicher mit einer kleinen Auswahl heute bei uns wieder verfügbarer digitalisierter Drucke zur Evangelischen Kirchenvereinigung im Großherzogtum Baden.

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Landtagsprotokolle

Abbildung von historischen Protokollen aus dem Jahr 1819.

Abb. 1: Abbildung eines Buchbandes mit historischen Protokollen von 1819.

Stefan Unser und Jana Madlen Schütte, 23.7.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/vv6a-4g83

Seit Kurzem sind über 600 Bände der Badischen Landtagsprotokolle im Volltext durchsuchbar. In einem Projekt wurden diese in Kooperation mit OCR-BW, dem Kompetenzzentrum für Texterkennung der Universitätsbibliotheken Mannheim und Tübingen mit der Software Tesseract volltexterkannt und in die Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek eingespielt.

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Picassos politisches Engagement

Abbildung von Guernica als Reproduktion. Foto von Almudena Sanz.

Abb. 1: Pablo Picasso: Guernica. (Reproduktion auf Fliesen in Gernika). Quelle: Foto by Almudena Sanz.

A. Fischer, 15.7.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/d0cj-0y49

Mit dem Kunstwerk „Guernica” hat Pablo Picasso nicht nur eines der bedeutendsten Gemälde des 20. Jahrhunderts geschaffen, sondern auch ein intensives und ausdrucksstarkes Zeichen gegen Krieg und Terror gesetzt. Erstmalig präsentiert wurde das Werk vor 84 Jahren: Es wurde am 12. Juli 1937 auf der Weltausstellung in Paris im spanischen Pavillon vorgestellt.

Verstehen lässt sich die monumentale Szenerie voller Leid und Schmerz — sie umfasst rund 27 Quadratmeter — nur im Kontext geschichtlicher Ereignisse. Seit 1936 tobte in Spanien ein Bürgerkrieg zwischen den rechtsgerichteten Putschisten unter Francisco Franco und der demokratisch gewählten Regierung.

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