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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Donaueschinger Musikalien digitalisiert

Gerrit Heim, 1.10.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/8500-C456

Mit der Musikaliensammlung erwarb die Landesregierung im Jahr 1999 einen weiteren wertvollen Bibliotheksbestand der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen. Die finanziellen Mittel für diesen Ankauf stellten vor allem die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg und die Kulturstiftung der Länder bereit. Die nahezu vollständig erworbene Musiksammlung umfasst mehr als 5.300 Musikdrucke und über 3.500 Musikhandschriften. Die Bedeutung dieser Erwerbung wird im Katalog der im Jahr 2000 in der Badischen Landesbibliothek gezeigten Ausstellung deutlich.

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Wie war's denn so? Ein Karlsruher Heldengespräch

Julia von Hiller und Jens Rügge, 30.6.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/mjkq-1c69

Die Szene spielt am Mittag des 24. Juni 2022. Wigalois vom Rade, ein Artusritter, ist zurück im Handschriften-Tresor der Badischen Landesbibliothek. Die treuen Gefährten auf den Regalböden unter und über ihm befragen ihn zu seinen Erlebnissen auf der Tagung, die seinetwegen am 23. und 24. Juni 2022 in der Badischen Landesbibliothek stattgefunden hat.

Wigalois hatte sich für zwei Tage in den Vortragssaal der Bibliothek begeben, um den dort anwesenden Forschern zur genaueren Untersuchung zur Verfügung zu stehen. Nach seinem Verkauf aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen im Jahr 1990 war er längere Zeit verschollen gewesen, doch hatte er Ende 2018 für die Badische Landesbibliothek gekauft werden und also der Forschung wieder zugänglich gemacht werden können. Da die übrigen Helden der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters aus der Donaueschinger Bibliothek schon seit 1994 in Karlsruhe wohnen, war er als ein Versprengter wieder in seine angestammte Heldenrunde zurückgekehrt. Mehr als hundert Tagungsgäste interessierten sich nun lebhaft für ihn als bebilderten Versroman aus dem Werkstattumfeld der Handschriftenmanufaktur des Diebold Lauber im elsässischen Hagenau.

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Keine einzige unkatalogisierte Note mehr!

Das dekorativ gestaltete Titelblatt zeigt ein Foto des Großherzogs in einem Hexagramm aus zwei roten und gelben Dreiecken, also den badischen Landesfarben, darüber die Überschrift "Baden Stern" in roter Farbe.

Abb. 1: Musikdruck aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (Bad MusDr S 2189). - Quelle: zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 2.5.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/K0AA-6E66

Es ist so weit: Bei uns in der BLB gibt es keine einzige handgeschriebene oder gedruckte Musiknote mehr, die nicht weltweit nachgewiesen wäre! Keine Viertelnote, keine halbe Note und ganze Noten erst recht nicht. Wir haben die Katalogisierung sämtlicher bei uns vorhandenen Notenmaterialien vollständig abgeschlossen. Dank an das RISM-Team München für die fantastische Zusammenarbeit und Gratulation an das gleichsam nur „nebenberuflich“ in der Erschließung tätige Expertenteam um Janina Späth zu seiner wunderbaren Leistung. 

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Donaueschinger Musikhandschriften

Handschriftliche Titelseite mit kalligrafischem Text zu Mozarts Oper "Le Nozze di Figaro" auf vergilbtem Papier.

Abb. 1: Titelblatt der Musikhandschrift Le Nozze di Figaro. Quelle: BLB.

Brigitte Knödler und Jana Madlen Schütte, 19.4.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/mker-p161

Die Aufführung der Oper in Donaueschingen 1787 hat eine besondere musikgeschichtliche Bedeutung, da es sich um die erste Aufführung dieses Werks außerhalb von Wien und Prag und um die erste deutsche Singspielbearbeitung handelt. Das Digitalisat der Musikhandschrift finden Sie hier. Bemerkenswert ist, dass die Oper in Donaueschingen von einem Liebhabertheater aufgeführt wurde und große Erfolge feierte. Die Hochzeit des Figaro wurde in den Jahren 1788, 1789 und 1791 noch mehrfach aufgeführt und zählt damit zu den am häufigsten gegebenen Opern am Hoftheater. Die Rolle der Kammerzofe Susanna sang dabei die Fürstin Maria Antonia persönlich – beim Aufführungsmaterial ist bei der Singstimme der Susanna deshalb auch „für die Durchlauchtigste Fürstin" vermerkt.

Die Uraufführung der Oper fand im Jahr zuvor in Wien statt, weitere Aufführungen folgten in der Saison 1786/87 in Prag. Die in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrte Musikhandschrift wurde im Jahr 1786 von dem bekannten Kopisten Anton Grams in Prag erstellt, sie überliefert eine der frühesten Prager Werkfassungen.

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