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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Zeitungsarchäologie II: Auktionspech

Textplakat mit allen Angaben zu Ort, Termin und Inhalt der Vorstellung.

Abb. 1: Anschlagzettel zur Vorstellung des Seiltänzers Rudolph Knie am 6. und 7. Juni 1832 in Karlsruhe (121 C 38 R).

Julia von Hiller, 9.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/a1ey-4k57

Am 14. Oktober 2021 wurden bei Kiefer Buch- und Kunstauktionen in Pforzheim zweiundzwanzig Schaustellerzettel verauktioniert. Bei genauerer Recherche stellte sich heraus, dass viele dieser Zettel zu Darbietungen von Akrobaten, Zauberern und Sängerinnen, zu Präsentationen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten et cetera nach Karlsruhe gehören, wo sie in den Jahren 1831 bis 1833 zum Einsatz gekommen sind. Als frühe Dokumente der Unterhaltungs- und Eventbranche des 19. Jahrhunderts haben sie ohnehin einen einzigartigen kulturgeschichtlichen Wert. Nun waren sie womöglich auch noch Zeugnisse dieser Branche aus unserer Stadt. Und Unikate waren sie vermutlich auch. Deshalb haben wir uns in der BLB sofort brennend dafür interessiert, sind der Sache nachgegangen und haben auf die Zettel geboten.

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Abgesang auf die Plastiktüte

Abb. 1: BLB-Plastiktüte bei nassem Wetter.

Julia von Hiller, 31.12.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/5h1v-0934

Ab morgen gilt in Deutschland ein Verbot für leichte Plastiktragetaschen, üblicherweise genannt: Plastiktüte. Im Text des Verpackungsgesetzes heißt es genau: „Letztvertreibern ist ab dem 1. Januar 2022 das Inverkehrbringen von Kunststofftragetaschen, mit oder ohne Tragegriff, mit einer Wandstärke von weniger als 50 Mikrometern, die dazu bestimmt sind, in der Verkaufsstelle mit Waren gefüllt zu werden, verboten.“ Ein Verstoß gegen das Verbot wird als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet werden. Nur ultraleichte Kunststoffbeutel mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern für den Transport von losem Obst und Gemüse, Fleisch oder Wurstwaren bleiben erlaubt.

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Die RAF und die BLB

Leihkarte von Günter Sonnenberg.

Abb. 1: Benutzerkarte von Günter Sonnenberg als Benutzer der Badischen Landesbibliothek, ausgestellt am 5. April 1976.

Julia von Hiller 23.11.2021 22.00 Uhr

DOI: https://doi.org/10.58019/yx0c-ab20

Am 7. April 1977, morgens auf der Fahrt zum Dienst am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von Terroristen der Roten Armee Fraktion ermordet. Die Badische Landesbibliothek hatte ihnen die Literatur zur Verfügung gestellt, die sie zur Vorbereitung der Tat benötigten.

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Verkehr und Mobilität in Baden

Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Abb. 1: Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Jana Madlen Schütte, 29.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/b5gy-qp12

In der 140. Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, eines seit 1806 in Straßburg erschienenen Kalenders, findet sich ein Rückblick, der auch die Veränderung des Verkehrswesens in diesem Zeitraum aufnimmt und aus der Perspektive des personalisierten „Boten“ berichtet. Dessen Reisen, also seine Zustellung, fanden zunächst noch mit der Postkutsche statt, bis das Dampfschiff und die Eisenbahn genutzt werden konnten. Der Bericht endet mit dem Ausruf: „Nun werde ich selbst in das entlegenste Dörfchen mit Autos gefahren.“ Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, welche Änderungen der Ausbau der Verkehrswege und die Einführung neuer Beförderungsmittel zur Folge hatten. Dank der Finanzierung durch die Stiftung Kulturgut kann in einem seit Oktober 2021 bestehenden Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt werden, die der Erforschung des Themenspektrums dient. Die auf diese Weise zugänglich gemachten Quellen stellen besonders für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen sowie für die Alltagsgeschichte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Fundgrube dar.

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Kooperative Bestandserhaltung

Zu sehen ist eine Fotografie der badischen Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Abb. 1: Badische Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Michael Fischer, 19.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/xpx3-cb62

2015 veröffentlichte die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit ihren Bundesweiten Handlungsempfehlungen eine Übersicht über die Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Gleichzeitig stellen diese Empfehlungen einen Wegweiser für die zu treffenden einrichtungs- und länderübergreifenden Abstimmungen aller Verantwortungsebenen zur Einleitung von Gegenmaßnahmen dar. Zur Sicherung des gedruckten Schrifttums ab 1851 empfiehlt die KEK die Pflichtexemplarbibliotheken nach heutigen territorialen Zuständigkeiten in den Ländern in Anspruch zu nehmen. (Druckschriften vor 1851 sind grundsätzlich in jedem noch vorhandenen Exemplar zu erhalten.)

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Zigarettenbilder aus Baden-Baden

Zu erkennen ist eine Collage aus Zigarettenbildern. 

Abb. 1: Werbeseite für die Mercedes-Zigarette im Sammelalbum "Filmkünstler aus aller Welt" der A. Batschari Cigarettenfabrik G.m.b.H. Baden-Baden, 1930. Signatur: 121 F 158,R,1. - Zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 12.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/05bc-6a89

Mit Jahresbeginn 2021 wurde die Tabakwerbung in Deutschland weiter eingeschränkt. Auch Kinowerbung ist jetzt verboten, wenn der gezeigte Film für noch nicht volljähriges Publikum zugelassen ist. Ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden und Leuchtreklametafeln, zunächst für herkömmliche Zigaretten, ab 2024 auch für E-Zigaretten. Ganz verboten ist die Zigarettenwerbung aber immer noch nicht. Und in begrenztem Rahmen ist vieles anderswo längst Verbotene in Deutschland noch immer erlaubt: das Sponsoring von Veranstaltungen, das Verteilen von Gratis-Zigaretten oder das Betreiben von Flagship-Stores. Und natürlich bleiben der Zigarettenindustrie auch weiterhin alle Möglichkeiten der Produktplatzierung in Tankstellen und Supermärkten, des Gewinnspiel-Marketings und des Merchandising.

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Das Attentat auf Matthias Erzberger

Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt Matthias Erzberger im Jahr 1919 bei der Nationalversammlung im Weimarer Schloss. Er sitzt an einem Tisch. Seine rechte Hand liegt auf einem Stapel Papier.

Abb. 1: Ein Demokrat der ersten Stunde: Matthias Erzberger nimmt im Jahr 1919 an der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung im Weimarer Schloss teil. © Bundesarchiv

Michael Fischer, 26.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/9taw-6q87

Ein Mord in Baden erschüttert die Weimarer Republik: Am 26. August 1921 erschießen Rechtsterroristen den Politiker Matthias Erzberger in Bad Griesbach. Die Hintergründe des Attentats und die Reaktionen der badischen Presse zeichnet Dr. Michael Fischer, Fachreferent für Politik, im BLBlog nach.

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Interview mit Wolfgang Zimmermann

Abb. 1: Recherche leicht gemacht: Über den neuen Open-Access-Server RegionaliaOpen der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe sind verschiedenste landeskundliche Texte online verfügbar. © Badische Landesbibliothek.

Jana Madlen Schütte, 19.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/yj85-st08

Auf RegionaliaOpen bietet die Badische Landesbibliothek (BLB) Herausgebern und Autoren seit 18. Mai 2021 eine Plattform, um Fachtexte über Baden und die Oberrheinregion weltweit frei zugänglich zu machen. Einige Texte sind bereits online – darunter sieben Jahrgänge der landesweit bekannten Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO). Welche Vorteile die Open-Access-Veröffentlichung bietet und ob weitere Bände folgen, berichtet der ZGO-Schriftleiter Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann im Gespräch mit Dr. Jana Madlen Schütte. Diese leitete den Bereich für Landesbibliothekarische Aufgaben der BLB bis Mitte 2022.

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„Ein Sommer in Baden-Baden“

Zu sehen ist das Titelblatt des Werkes "Ein Sommer in Baden". 

Abb. 1: Das Praxisbeispiel passt gut in den August: In „Ein Sommer in Baden-Baden“ berichtet Eugène Guinot von seinen Reisen in der Oberrheinregion. © Badische Landesbibliothek.

Ruth Ackermann, Beate Ehlig, Jana Madlen Schütte und Janina Späth, 17.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/60cq-kv98

Zeitungen, Handschriften, Bücher: Mehr als vier Millionen Seiten aus unterschiedlichen Publikationen hat die Badische Landesbibliothek (BLB) in den vergangenen Jahren digitalisiert. Über ihre Webseite stellt sie die Werke weltweit kostenlos zur Verfügung – viele davon inklusive Texterkennung. Doch wie wird das Original zum Digitalisat? Welche Schritte nehmen die Seiten auf dem Weg zum Image? Das verrät das Team Digitalisierung im BLBlog.

Passend zur Urlaubszeit dient ein Reisebuch aus dem Jahr 1858 als Beispiel: „Ein Sommer in Baden-Baden“ von Eugène Guinot (1805-1861). Der französische Autor und Journalist beschreibt und illustriert die Stationen seiner Reise durch die Oberrheinregion, darunter Baden-Baden, Freiburg, Rastatt, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim.

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Verklärung

Abb. 1: Verklärung Christi. In: Michael de Massa: Vita Christi, Oberrheinischer Sprachraum, Mitte 15. Jh., Cod. Donaueschingen 436, Bl. 114r.

Julia von Hiller, 6.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/wx4x-q038

Und er ward verklärt vor ihnen,
und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne,
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Matth. 17,2

Die Verklärung ist eine meiner Lieblingsgeschichten im Neuen Testament. Jesus steigt mit den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort erscheint er ihnen plötzlich in seiner göttlichen Natur, Mose und Elia neben sich. Die Jünger wirft es um, als sie Gottes Stimme hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören.“

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