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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Zur Geschichte der Fliegerei

Das Foto zeigt den Kleinen UHU in seinen Einzelteilen als Baukasten.

Der kleine Uhu als Modellbausatz in der dritten Version. Bildrechte bei Graupner und UHU.

Kurt Möser, 08.02.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/kspj-pm33

In meinem Alter muss man lernen, loszulassen. Mein Onkel, der Graphiker Fritz Möser, hat mir die Bedeutung des Verfahrens „Vorlass“ beigebracht. Interessante Bestände sollten nicht erst nach dem Tod des Sammlers in die richtigen – öffentlichen – Hände kommen, sondern vorher. Daran habe ich mich gehalten.

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Johann Wenzel Kalliwoda in Donaueschingen und Karlsruhe

Zu sehen ist ein Porträt von Johann Wenzel Kalliwoda, gemalt von Gustav Schlick in Leipzig um 1850.

Gustav Schlick: Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866). Leipzig [um 1850].
Badische Landesbibliothek, K 3170,D,1. - zum Digitalisat.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 19.12.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/yd70-ya34

Am 19. Dezember 1822 – also vor 200 Jahren – trat Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866) seinen Dienst als Hofkapellmeister am Fürstlich Fürstenbergischen Hof in Donaueschingen an. Das Datum des Dienstbeginns geht aus einem offiziellen Dekret der Hofverwaltung hervor, in dem der Musiker und Komponist zum Hofkapellmeister ernannt wurde. Kaum jemand ahnte damals, dass seine Anstellung bei Hofe bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1866 währen sollte.

Wer war Johann Wenzel Kalliwoda? Wo werden seine Werke heute aufbewahrt? Und wie können seine Werke eingesehen werden?

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Vom Nibelungenlied zum Crossover

Zu sehen ist eine Montage: Verschiedene Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand sind übereinandergelegt.

Montage verschiedener Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand.

Luise Czajkowski und Katrin Sturm (Gastautorinnen), 13.12.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/7v8q-xq06

Das DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek geht in seine dritte Runde.

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Die „Violinschule“ von Leopold Mozart

Bei dem Bild handelt es sich um ein Porträt von Leopold Mozart aus seiner Violinschule.

Porträt von Leopold Mozart aus seinem Werk „Violinschule“
Badische Landesbibliothek, Signatur M 32563 RH.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 29.11.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/hb3v-r082

Die Badische Landesbibliothek hat im November 2022 die „Violinschule“ von Leopold Mozart in der zweiten Auflage aus dem Jahr 1770 als Geschenk aus Privatbesitz erhalten. Die großzügige Schenkung von Helmut Mink (Rheinau-Freistett) ergänzt die Sammlungen der Badischen Landesbibliothek vorzüglich, da umfangreiche historische und aktuelle Bestände zu Mozart vorhanden sind. Frühe Notendrucke aus der Entstehungszeit finden sich insbesondere auch in der Musikaliensammlung, die 1999 aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen übernommen wurde.

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Tüchtig und belesen. Friedrich Valentin Molter.

Julia von Hiller, 28.6.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/002f-f313

Ein tüchtiger und belesener Mann war das, ein kluger Manager der Karlsruher Hofbibliothek und ein Gelehrter, der auch etwas aus ihr zu machen wusste: Am 1. Juli 2022 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Friedrich Valentin Molter. Als derjenige, der erstmals allen Gebildeten von Stadt und Land Zugang zu den Buchbeständen im Schloss eröffnete, der dafür sorgte, dass die wichtige aktuelle Literatur in Karlsruhe auch vorhanden war, und der fachkundig mit Forschern aus aller Welt über die historischen Schätze sprach, hat er die Grundlage für das geschaffen, was heute die Badische Landesbibliothek ihren Nutzern aus nah und fern bieten kann.

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Clara Faisst zum 150. Geburtstag

Brigitte Knödler-Kagoshima, 22.6.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/x8z7-r207

Clara Mathilde Faisst, deren 150. Geburtstag wir am 22. Juni 2022 feiern, war eine vielseitig begabte Künstlerin und wirkte als Komponistin, Musikpädagogin, Pianistin und Dichterin. Geboren wurde sie 1872 in Karlsruhe, wo sie auch ihre erste musikalische Ausbildung am Großherzoglichen Konservatorium erhielt. Ab 1894 studierte sie an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin und wurde dort von Woldemar Bargiel (1828–1897), Max Bruch (1838–1920), Ernst Rudorff (1840–1916) und Robert Kahn (1865–1951) unterrichtet. Im Anschluss an ihre Rückkehr nach Karlsruhe im Jahr 1901 arbeitete sie als Künstlerin und Lehrerin. Sie blieb unverheiratet und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Unterrichten und Konzertieren. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, teilweise erschienen ihre Werke auch im Druck. Zahlreiche Kontakte und Freundschaften pflegte sie mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Max Bruch, Hans Thoma (1839–1924), Willy Rehberg (1863–1937), Albert Schweitzer (1875–1965) und Wilhelm Furtwängler (1886–1954). Besonders wichtig waren ihre künstlerischen Auftritte, die regelmäßig in ihrer Wohnung stattfanden.

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Leben und Schreiben im rauhen Schwarzwald

Zu sehen sind mehrere historische Buchrücken.

Seit August 2019 werden in einem Gemeinschaftsprojekt der Handschriftenzentren Stuttgart und Leipzig mit der Badischen Landesbibliothek (BLB) die Handschriften aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.

Nur sehr wenige der ca. 110 Handschriften sind in St. Georgen selbst entstanden, der allergrößte Teil gelangte über Erwerbungen des 17. und 18. Jahrhunderts dorthin. Von wo und auf welchen Wegen sie in das Kloster kamen, lag zu Projektbeginn für die meisten Handschriften völlig im Dunklen. Mittlerweile sehen wir nun deutlich klarer und wissen, dass die meisten Bände aus Frauenklöstern in Westschwaben und dem Bodenseeraum stammen. Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Bickenkloster in Villingen am Ostrand des Hochschwarzwalds zu: Diesem franziskanischen Schwesternkonvent konnten bislang besonders viele der St. Georgener Handschriften zugewiesen werden. Aus ihnen lässt sich nun ein völlig neues Bild für die dortige Handschriftenproduktion und Lesekultur in der Zeit zwischen 1480 und 1530 rekonstruieren, ein neuer Baustein für die Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte des deutschen Südwestens.

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Keine einzige unkatalogisierte Note mehr!

Das dekorativ gestaltete Titelblatt zeigt ein Foto des Großherzogs in einem Hexagramm aus zwei roten und gelben Dreiecken, also den badischen Landesfarben, darüber die Überschrift "Baden Stern" in roter Farbe.

Abb. 1: Musikdruck aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (Bad MusDr S 2189). - Quelle: zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 2.5.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/K0AA-6E66

Es ist so weit: Bei uns in der BLB gibt es keine einzige handgeschriebene oder gedruckte Musiknote mehr, die nicht weltweit nachgewiesen wäre! Keine Viertelnote, keine halbe Note und ganze Noten erst recht nicht. Wir haben die Katalogisierung sämtlicher bei uns vorhandenen Notenmaterialien vollständig abgeschlossen. Dank an das RISM-Team München für die fantastische Zusammenarbeit und Gratulation an das gleichsam nur „nebenberuflich“ in der Erschließung tätige Expertenteam um Janina Späth zu seiner wunderbaren Leistung. 

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Herzlichen Glückwunsch Baden-Württemberg

Zu sehen ist die Überschrift der Zeitung "Das Neue Baden" vom Mai 1947.

Abb. 1: Die Zeitung Das Neue Baden vom Mai 1947.

Jana Schütte, 25.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/6zvc-dv89

Am 25. April 1952 rief Reinhold Maier (FDP/DVP) in Stuttgart den Südweststaat aus und somit wurde aus den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern ein neues Bundesland. Am heutigen Tag feiert Baden-Württemberg also seinen 70. Geburtstag.

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Zeitungsarchäologie II: Auktionspech

Textplakat mit allen Angaben zu Ort, Termin und Inhalt der Vorstellung.

Abb. 1: Anschlagzettel zur Vorstellung des Seiltänzers Rudolph Knie am 6. und 7. Juni 1832 in Karlsruhe (121 C 38 R).

Julia von Hiller, 9.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/a1ey-4k57

Am 14. Oktober 2021 wurden bei Kiefer Buch- und Kunstauktionen in Pforzheim zweiundzwanzig Schaustellerzettel verauktioniert. Bei genauerer Recherche stellte sich heraus, dass viele dieser Zettel zu Darbietungen von Akrobaten, Zauberern und Sängerinnen, zu Präsentationen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten et cetera nach Karlsruhe gehören, wo sie in den Jahren 1831 bis 1833 zum Einsatz gekommen sind. Als frühe Dokumente der Unterhaltungs- und Eventbranche des 19. Jahrhunderts haben sie ohnehin einen einzigartigen kulturgeschichtlichen Wert. Nun waren sie womöglich auch noch Zeugnisse dieser Branche aus unserer Stadt. Und Unikate waren sie vermutlich auch. Deshalb haben wir uns in der BLB sofort brennend dafür interessiert, sind der Sache nachgegangen und haben auf die Zettel geboten.

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