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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

NS-Raubgut II: Wilhelm Rosenberg

Schwarz-weiße Porträtfotografie, welche Wilhelm Rosenberg als Lazarettarzt zeigt. Rosenberg hat einen Schnurrbart und trägt den Scheitel links.

Wilhelm Rosenberg als Lazarettarzt. Aus: Pforzheim im Weltkrieg, seine Söhne und Helden. Pforzheim 1917, S. 425 (Badische Landesbibliothek, O 66 C 1)

Julia von Hiller, 25.3.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/24d8-sh97

Im Oktober 1940 wurde der jüdische Arzt Dr. Wilhelm Rosenberg (1870–1960) in Pforzheim um seine bibliophile Sammlung gebracht. Nicht nur um diese. Um diese aber eben auch. Rosenberg selbst wurde in der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion nach Südfrankreich verschleppt, er hat die Shoah dort überlebt. Kostbare Teile seiner von der Gestapo beschlagnahmten Büchersammlung erwarb die Badische Landesbibliothek. Beim Bombenangriff auf Karlsruhe am 2./3. September 1942 wurde das Bibliotheksgebäude vollkommen zerstört und der Druckschriftenbestand mit ca. 363.00 Bänden wurde nahezu vollständig vernichtet. Auch alles, was als NS-Raubgut in die Bibliothek gelangt war, wurde ein Opfer der Flammen. Was genau das gewesen ist, wissen wir heute nicht mehr, denn auch der Aktenbestand der Bibliothek hat die Brandnacht nicht überstanden. In den Jahren 1952/53 hat ein Restitutionsverfahren dafür gesorgt, dass Wilhelm Rosenberg für den Verlust seiner Büchersammlung entschädigt wurde; es war das einzige Verfahren mit Bezug auf NS-Raubgut, in das die Badische Landesbibliothek als Nutznießerin involviert war.

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Kurt Knittel

Schwarz-weiß-Portrait von Kurt Knittel

Brustbild von Kurt Knittel © Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schmeiser 4443 Knittel, Kurt 1948

Gerrit Heim, 5.2.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/x12t-9912

1975 schied Kurt Knittel aus dem aktiven Landesdienst aus. Damit endete eine Laufbahn, die im Schuldienst begann, während des Zweiten Weltkrieges als ideologischer Schulungsleiter nach Auschwitz führte und schließlich in der Badischen Landesbibliothek ihren Abschluss fand.

Kurt Knittels Werdegang ist in vielerlei Hinsicht exemplarisch für die Tätergeneration des Nationalsozialismus. Geboren 1910 als Sohn eines Bankangestellten, war er zu jung um am Ersten Weltkrieg teilzunehmen. Das empfundene Manko der fehlenden Fronterfahrung versuchte diese Generation durch eine zur Schau gestellten Härte oder auch Sachlichkeit auszugleichen. Ausbildung und Studium erfolgten in der krisengeschüttelten Weimarer Republik und der Berufseinstieg im sich formierenden NS-Staat. Knittel arrangierte sich schnell mit den neuen Verhältnissen. Zunächst ohne Anstellung, ebnete er durch einen Eintritt in die SS 1933 seiner Karriere als Lehrer im badischen Staatsdienst den Weg. Ab 1935 ist seine Tätigkeit als Sturmschulungsmann in Karlsruhe nachgewiesen. Die SS-Mitgliedschaft nutzte Knittel um für ihn unliebsame Entwicklungen zu verhindern. Mehrfach gelang es ihm eine Versetzung aus Karlsruhe über seine SS-Kontakte zu blockieren.

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NS-Raubgut I: Marie Curjel

Die Abbildung zeigt eine signierte Papierstickerei mit Rosenknospen und Vers über die Parzen von Wilhelmine Fritzsche.

Julia von Hiller, 26.11.2024

DOI: https://doi.org/10.58019/5ryd-7j36

In der sechsteiligen Vortragsreihe „Lebensspuren der NS-Zeit“ der Badischen Landesbibliothek stellen wir im Winterhalbjahr 2024/25 Persönlichkeiten vor, die in den Jahren 1933 bis 1945 von den Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes persönlich betroffen waren oder aber auf der anderen Seite Akteure dieses Regimes gewesen sind und die alle auf die ein oder andere Weise mit uns, der Badischen Landesbibliothek, in Beziehung stehen.

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Joseph von Laßberg – ein Netzwerk in Briefen

Die Abbildung zeigt eine Sammlung handgeschriebener Briefe, die sich auf einer ebenen Fläche überlappen. Es handelt sich um mehrere Schreiben verschiedener Autoren an Joseph von Laßberg (1770-1855). Die Papiere variieren in der Größe und die Tinte erscheint auf gealtertem Papier bräunlich.

Hier finden Sie dreißig neu erworbene Briefe, die bedeutende Zeitgenossen an den Handschriftensammler Joseph von Laßberg (1770–1855) richteten.

Julia von Hiller, 18.11.2024

DOI: https://doi.org/10.58019/dham-w884 

Mit großzügiger Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Wüstenrot Stiftung sowie mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg konnte die Badische Landesbibliothek im April 2024 dreißig Briefe bedeutender Zeitgenossen an den Handschriftensammler Joseph von Laßberg (1770–1855) ersteigern. Diese Briefe werden der Öffentlichkeit noch bis zum 1. Februar 2025 in der Ausstellung „Joseph von Laßberg – ein Netzwerk in Briefen“ präsentiert. Zur feierlichen Eröffnung mit Präsentation der Autographen am 30. Oktober 2024 sprachen Staatssekretär Arne Braun für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Prof. Dr. Frank Druffner für die Kulturstiftung der Länder und Prof. Philip Kurz für die Wüstenrot Stiftung.

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150 Jahre badische Münzprägung, Teil II

Das Foto zeigt eine Abbildung des Sammlungsgebäude auf einer Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

Abbildung des Sammlungsgebäudes auf einer Postkarte (Anfang 20. Jahrhundert). – zum Digitalisat

Eine Dokumentation in Schlaglichtern anhand von Dokumenten in der Badischen Landesbibliothek Teil II

Felix Geisler, 11.9.2024

In diesem zweiten Teil wird hier ausgeführt, welche Bedeutung der Bibliotheksdirektor Wilhelm Brambach für die badische Münzsammlung spielte, wie es mit der Karlsruher Münzpräge weiterging und wo sich das Münzkabinett aus der ehemaligen Großherzoglichen Hofbibliothek heute befindet.

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150 Jahre badische Münzprägung , Teil I

Die Abbildung zeigt eine Bleimedaille auf den bau der Münzstätte in Karlsruhe 1826.

Bleimedaille auf den Bau der Münzstätte 1826, geprägt von Ludwig Kachel

Eine Dokumentation in Schlaglichtern anhand von Dokumenten in der Badischen Landesbibliothek Teil I

Felix Geisler, 5.9.2024

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis 1936 waren die Großherzogliche Hof- und Landesbibliothek in Karlsruhe und das Großherzogliche Münzkabinett eng miteinander verbunden: Sie wurden in den gleichen Räumlichkeiten aufbewahrt und in Personalunion geleitet. In den folgenden Ausführungen wird die Geschichte der badischen Münzprägung in zwei Teilen nachgezeichnet. Hier im ersten Teil stehen die Anfänge bis Mitte des 19. Jahrhunderts sowie die Art und Weise der Münzherstellung im Vordergrund.

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Sammlung orientalischer Handschriften

Ornamentale Titelillustration einer Orienthandschrift mit floralen Mustern und kalligrafischem Schriftfeld in Blau, Gold und Rot.

Ornamentale Titelillustration. Badische Landesbibliothek, Cod. Rastatt 201.

Annika Stello, 15.12.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/4etf-e119

Nur wenige orientalische Handschriften gehören zu der ansonsten recht umfangreichen Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek. Trotz seiner geringen Größe genießt der Bestand jedoch überraschend große Bekanntheit. Wie es dazu kam, soll hier im Überblick wiedergegeben werden.

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Margarete Schweikert 1923

Das Foto zeigt Margarete Schweikert mit Geige in den 1920er-Jahren.

Margarete Schweikert in den 1920er-Jahren. Badische Landesbibliothek, Mus. Hs. 1418a,73 – Quelle: Kalliope-Verbund.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 6.12.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/cgw2-6009

Margarete Schweikert (1887–1957) war eine Violinistin, Musikpädagogin und Komponistin aus Karlsruhe. Ihr musikalisches Schaffen umfasst etwa 160 Lieder, mehrere Stücke für Klavier und Orgel sowie kammermusikalische Werke. Als Musikerin trat sie in zahlreichen Konzerten im südwestdeutschen Raum auf, sowohl mit ihren eigenen Kompositionen als auch mit Stücken anderer Komponisten. Darüber hinaus war sie als Kritikerin für die Karlsruher Presse tätig und schrieb Rezensionen über Konzerte und Opernaufführungen. Seit 2004 wird der musikalische Nachlass von Margarete Schweikert in der Badischen Landesbibliothek aufbewahrt.

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50 Jahre Landesbibliographie

Gerrit Heim, 28.11.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/5ypz-c131

Viele Landkreise feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dies tut auch die Landesbibliographie Baden-Württemberg. Auch wenn beide Ereignisse weit voneinander entfernt zu liegen scheinen, handelt es sich dabei um keinen Zufall. Am 1. Januar 1973 trat die große Kreisreform in Baden-Württemberg in Kraft. Zusammen mit der Neugliederung der Regierungsbezirke und der Gemeindereform war sie die größte Neustrukturierung in der Geschichte des Bundeslandes Baden-Württemberg. Damit löste sich das Land von den seit der Gründung des Südweststaates fortgeführten Strukturen, die bis 1973 die Vorgängerterritorien Baden und Württemberg in Form von Verwaltungsgrenzen sichtbar machten.

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Eröffnung der Schwarzwaldbahn 1873

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus dem Schwarzwaldführer der Eisenbahn Offenburg-Constanz von 1870.

Schwarzwaldführer der Eisenbahn Offenburg-Constanz, 1870. Badische Landesbibliothek, 98 B 103337. - zum Digitalisat.

Frédérique Renno, 10.11.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/ap6t-8c17

Am 10. November 1873, also heute vor 150 Jahren, wurde die Schwarzwaldbahn offiziell eröffnet und war nun auf ihrer gesamten Länge von Karlsruhe bis Konstanz am Bodensee befahrbar. Bereits ab 1866 wurden sukzessive einzelne Abschnitte der Strecke in Betrieb genommen; zuletzt fehlte noch die Strecke zwischen Hausach und Villingen mit dem anspruchsvollsten Teil bei Triberg, wo enorme Höhenunterschiede überwunden werden mussten. Dies gelang dem Karlsruher Ingenieur Robert Gerwig (1820–1885), indem er sogenannte Kehrtunnel einsetzte, um die Steigung zu begrenzen: Sie verlängerten die Strecke und ermöglichten ein langsameres Ansteigen, damit die Lokomotiven, die damals noch nicht die Zugkraft von heute hatten, die Waggons über die Berge und Täler bringen konnten.

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