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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Die RAF und die BLB

Leihkarte von Günter Sonnenberg.

Abb. 1: Benutzerkarte von Günter Sonnenberg als Benutzer der Badischen Landesbibliothek, ausgestellt am 5. April 1976.

Julia von Hiller 23.11.2021 22.00 Uhr

DOI: https://doi.org/10.58019/yx0c-ab20

Am 7. April 1977, morgens auf der Fahrt zum Dienst am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von Terroristen der Roten Armee Fraktion ermordet. Die Badische Landesbibliothek hatte ihnen die Literatur zur Verfügung gestellt, die sie zur Vorbereitung der Tat benötigten.

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Verkehr und Mobilität in Baden

Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Abb. 1: Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, S. 6.

Jana Madlen Schütte, 29.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/b5gy-qp12

In der 140. Ausgabe des Großen Straßburger hinkenden Boten von 1947, eines seit 1806 in Straßburg erschienenen Kalenders, findet sich ein Rückblick, der auch die Veränderung des Verkehrswesens in diesem Zeitraum aufnimmt und aus der Perspektive des personalisierten „Boten“ berichtet. Dessen Reisen, also seine Zustellung, fanden zunächst noch mit der Postkutsche statt, bis das Dampfschiff und die Eisenbahn genutzt werden konnten. Der Bericht endet mit dem Ausruf: „Nun werde ich selbst in das entlegenste Dörfchen mit Autos gefahren.“ Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, welche Änderungen der Ausbau der Verkehrswege und die Einführung neuer Beförderungsmittel zur Folge hatten. Dank der Finanzierung durch die Stiftung Kulturgut kann in einem seit Oktober 2021 bestehenden Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt werden, die der Erforschung des Themenspektrums dient. Die auf diese Weise zugänglich gemachten Quellen stellen besonders für wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen sowie für die Alltagsgeschichte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Fundgrube dar.

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Kooperative Bestandserhaltung

Zu sehen ist eine Fotografie der badischen Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Abb. 1: Badische Pflichtexemplare, die im Rahmen des Projekts bwLastCopies als „dauerhaft archiviert“ markiert werden konnten.

Michael Fischer, 19.10.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/xpx3-cb62

2015 veröffentlichte die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) mit ihren Bundesweiten Handlungsempfehlungen eine Übersicht über die Schäden und Gefahren für das schriftliche Kulturerbe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Gleichzeitig stellen diese Empfehlungen einen Wegweiser für die zu treffenden einrichtungs- und länderübergreifenden Abstimmungen aller Verantwortungsebenen zur Einleitung von Gegenmaßnahmen dar. Zur Sicherung des gedruckten Schrifttums ab 1851 empfiehlt die KEK die Pflichtexemplarbibliotheken nach heutigen territorialen Zuständigkeiten in den Ländern in Anspruch zu nehmen. (Druckschriften vor 1851 sind grundsätzlich in jedem noch vorhandenen Exemplar zu erhalten.)

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„Ein Sommer in Baden-Baden“

Zu sehen ist das Titelblatt des Werkes "Ein Sommer in Baden". 

Abb. 1: Das Praxisbeispiel passt gut in den August: In „Ein Sommer in Baden-Baden“ berichtet Eugène Guinot von seinen Reisen in der Oberrheinregion. © Badische Landesbibliothek.

Ruth Ackermann, Beate Ehlig, Jana Madlen Schütte und Janina Späth, 17.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/60cq-kv98

Zeitungen, Handschriften, Bücher: Mehr als vier Millionen Seiten aus unterschiedlichen Publikationen hat die Badische Landesbibliothek (BLB) in den vergangenen Jahren digitalisiert. Über ihre Webseite stellt sie die Werke weltweit kostenlos zur Verfügung – viele davon inklusive Texterkennung. Doch wie wird das Original zum Digitalisat? Welche Schritte nehmen die Seiten auf dem Weg zum Image? Das verrät das Team Digitalisierung im BLBlog.

Passend zur Urlaubszeit dient ein Reisebuch aus dem Jahr 1858 als Beispiel: „Ein Sommer in Baden-Baden“ von Eugène Guinot (1805-1861). Der französische Autor und Journalist beschreibt und illustriert die Stationen seiner Reise durch die Oberrheinregion, darunter Baden-Baden, Freiburg, Rastatt, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim.

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Verklärung

Abb. 1: Verklärung Christi. In: Michael de Massa: Vita Christi, Oberrheinischer Sprachraum, Mitte 15. Jh., Cod. Donaueschingen 436, Bl. 114r.

Julia von Hiller, 6.8.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/wx4x-q038

Und er ward verklärt vor ihnen,
und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne,
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
Matth. 17,2

Die Verklärung ist eine meiner Lieblingsgeschichten im Neuen Testament. Jesus steigt mit den Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Dort erscheint er ihnen plötzlich in seiner göttlichen Natur, Mose und Elia neben sich. Die Jünger wirft es um, als sie Gottes Stimme hören: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören.“

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Landtagsprotokolle

Abbildung von historischen Protokollen aus dem Jahr 1819.

Abb. 1: Abbildung eines Buchbandes mit historischen Protokollen von 1819.

Stefan Unser und Jana Madlen Schütte, 23.7.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/vv6a-4g83

Seit Kurzem sind über 600 Bände der Badischen Landtagsprotokolle im Volltext durchsuchbar. In einem Projekt wurden diese in Kooperation mit OCR-BW, dem Kompetenzzentrum für Texterkennung der Universitätsbibliotheken Mannheim und Tübingen mit der Software Tesseract volltexterkannt und in die Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek eingespielt.

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Pauline Viardot

Zu erkennen ist eine Büste von Pauline Viardot. Das bronzene Abbild wurde auf einer Marmorsäule platziert, an der eine gravierte Platte befestigt wurde. Auf eben dieser steht ihr Name, sowie ihre Lebensspanne und ihre Berufung, "Sängerin und Komponistin". 

Abb. 1: Bronzebüste von Pauline Viardot-García.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 13.7.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/cqy8-8v07

Pauline Viardot-García, am 18. Juli 1821 in Paris als Kind der spanischen Sängerfamilie Garcia geboren, war eine der berühmtesten Mezzosopranistinnen des 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus wirkte sie als Komponistin, Musikschriftstellerin und Lehrerin und hatte brieflichen und persönlichen Kontakt zu vielen Künstlern, Intellektuellen und Politikern des 19. Jahrhunderts. 1840 heiratete sie den Pariser Theaterdirektor und Kunstschriftsteller Louis Viardot (1800–1883).

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Sanierung der Lesesaalkuppel

Heike Susanne Lukas, 30.6.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/0ew1-9h87

Die Lesesaalkuppel, in der unser Architekt Oswald Mathias Ungers das auratische "Universum des menschlichen Denkens und Wissens" sichtbar werden lassen wollte, ist zur Zeit hinter Staubschutzwänden verschwunden. Zuerst wurden die sechzehn antik anmutenden Bibliotheks-Fragmente von Ian Hamilton Finlay mit den Telefonnummern der bedeutendsten Bibliotheksorte der Welt an den zentralen Pfeilern des Lesesaals mit Holz verschalt. Dann wurde Mitte Juni ein Gerüst unter der Kuppel aufgestellt und der Schutz für die grauen Farbfelder von Günther Förg angebracht. Danach konnten die Zwickel unter der Kuppel und die Wände geöffnet werden. Warum? Was geschieht denn da?

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Digitalisierung Wirtschaft

Titelblatt der als "Dankesspende im Jubiläumsjahr 1896" von badischen Industriellen herausgegebenen "Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden".

Abb. 1: Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden: eine Dankesspende im Jubiläumsjahre 1896 ihrem Herrscherhaus dargebracht von Badischen Industriellen, 98 C 76067.

Jana Madlen Schütte, 2.6.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/p16h-2112

Am 9. September 1896 feierte Großherzog Friedrich I. von Baden (1826–1907) seinen 70. Geburtstag. Zu diesem Anlass erhielt er auch die hier abgebildete Schrift mit dem Titel Bilder aus der Industrie des Großherzogtums Baden von badischen Industriellen mit kurzen Abrissen der einzelnen Unternehmen und zugehörigen Illustrationen. Sie bietet einen guten Überblick über die Wirtschaftslage Badens dieser Zeit. In einem im April 2021 begonnenen Digitalisierungsprojekt an der Badischen Landesbibliothek wird zur Erforschung des Themenspektrums nun eine breite Quellenbasis digital zur Verfügung gestellt.

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Die Postkarte als Instagram der Gründerzeit

Abb. 1: Ernst Kutzer: Die Nibelungen. 5. Hagen an der Bahre Siegfrieds. Wien: Katholischer Schulverein für Österreich, 1916. Signatur: 120 H 3032,R,5.

Julia von Hiller, 26.5.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/pbh0-xx19

Die Postkarte ist ein kulturgeschichtliches Dokument ersten Ranges. Aber auch sie musste erst erfunden werden. Das war 1866, als Heinrich von Stephan auf der 5. Deutschen Post-Konferenz in Karlsruhe erste Überlegungen dazu anstellte. Am 1. Juli 1870 wurde die Postkarte in Baden und anderen deutschen Staaten als Korrespondenzmedium zugelassen, ein fulminanter Auftakt. In den nächsten fünf Jahren setzte sie sich weltweit durch. Ab 1. Juli 1875 konnte sie im international einheitlichen Format überallhin versendet werden.

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