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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Zur Geschichte der Fliegerei

Das Foto zeigt den Kleinen UHU in seinen Einzelteilen als Baukasten.

Der kleine Uhu als Modellbausatz in der dritten Version. Bildrechte bei Graupner und UHU.

Kurt Möser, 08.02.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/kspj-pm33

In meinem Alter muss man lernen, loszulassen. Mein Onkel, der Graphiker Fritz Möser, hat mir die Bedeutung des Verfahrens „Vorlass“ beigebracht. Interessante Bestände sollten nicht erst nach dem Tod des Sammlers in die richtigen – öffentlichen – Hände kommen, sondern vorher. Daran habe ich mich gehalten.

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90 Jahre NS-Machtergreifung

Frédérique Renno, 30.01.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/h2wz-sv90

Heute vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Hitler übernahm damit die Führung einer Koalitionsregierung aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Es waren turbulente Zeiten, in denen sich die Ereignisse förmlich überschlugen.

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Johann Wenzel Kalliwoda in Donaueschingen und Karlsruhe

Zu sehen ist ein Porträt von Johann Wenzel Kalliwoda, gemalt von Gustav Schlick in Leipzig um 1850.

Gustav Schlick: Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866). Leipzig [um 1850].
Badische Landesbibliothek, K 3170,D,1. - zum Digitalisat.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 19.12.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/yd70-ya34

Am 19. Dezember 1822 – also vor 200 Jahren – trat Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866) seinen Dienst als Hofkapellmeister am Fürstlich Fürstenbergischen Hof in Donaueschingen an. Das Datum des Dienstbeginns geht aus einem offiziellen Dekret der Hofverwaltung hervor, in dem der Musiker und Komponist zum Hofkapellmeister ernannt wurde. Kaum jemand ahnte damals, dass seine Anstellung bei Hofe bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1866 währen sollte.

Wer war Johann Wenzel Kalliwoda? Wo werden seine Werke heute aufbewahrt? Und wie können seine Werke eingesehen werden?

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Vom Nibelungenlied zum Crossover

Zu sehen ist eine Montage: Verschiedene Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand sind übereinandergelegt.

Montage verschiedener Handschriftenseiten aus dem Donaueschingen-Bestand.

Luise Czajkowski und Katrin Sturm (Gastautorinnen), 13.12.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/7v8q-xq06

Das DFG-Projekt zur Neukatalogisierung der ehemals Donaueschinger Handschriften in der Badischen Landesbibliothek geht in seine dritte Runde.

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Die „Violinschule“ von Leopold Mozart

Bei dem Bild handelt es sich um ein Porträt von Leopold Mozart aus seiner Violinschule.

Porträt von Leopold Mozart aus seinem Werk „Violinschule“
Badische Landesbibliothek, Signatur M 32563 RH.

Brigitte Knödler-Kagoshima, 29.11.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/hb3v-r082

Die Badische Landesbibliothek hat im November 2022 die „Violinschule“ von Leopold Mozart in der zweiten Auflage aus dem Jahr 1770 als Geschenk aus Privatbesitz erhalten. Die großzügige Schenkung von Helmut Mink (Rheinau-Freistett) ergänzt die Sammlungen der Badischen Landesbibliothek vorzüglich, da umfangreiche historische und aktuelle Bestände zu Mozart vorhanden sind. Frühe Notendrucke aus der Entstehungszeit finden sich insbesondere auch in der Musikaliensammlung, die 1999 aus der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen übernommen wurde.

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Zeitungsarchäologie III: Tutanchamun in Karlsruhe

Zu sehen ist der Einband des Buches Tut-Ench-Amun von Howard Carter zeigt einen dunklen Hintergrund, verziert mit kunstvollen Goldprägungen und detaillierten Illustrationen, die an die ägyptische Kunst erinnern.

Howard Carter: Tut-ench-Amun. Bd. 1-3. Leipzig 1924-1934, Vorderdeckel
Badische Landesbibliothek 66 A 223,1-3.

Julia von Hiller 3.11.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/E2JA-3V02

Am 4. November 1922 kam Howard Carter morgens an die Grabungsstelle im Tal der Könige und wurde von einem gespannten Schweigen seiner Mitarbeiter erwartet. Sie waren auf eine Treppenstufe im natürlichen Fels gestoßen und warteten nun ab, was ihr Chef über das weitere Vorgehen entscheiden würde. Carter ließ die Treppe freilegen und traf auf ein unversehrtes Pharaonengrab der 18. Dynastie, das Grab des Tutanchamun. Nie vorher hatte ein Archäologe ein noch ungeöffnetes Grab gefunden, immer waren vorher schon Grabräuber dagewesen. Dieses war randvoll gefüllt mit Gegenständen aus Gold: eine Weltsensation. Was haben die Menschen in Karlsruhe davon mitbekommen? Hat das überhaupt jemanden interessiert in jener Stadt, auf deren Marktplatz ihr Stadtgründer unter einer Pyramide begraben liegt?

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Der „Gutsch-Fritzle“

Titelblatt der Erstausgabe der Karlsruher Nachrichten vom 1. Juni 1870.

Titelblatt der Erstausgabe der Karlsruher Nachrichten vom 1. Juni 1870.

Michael Fischer 24.9.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/WKCW-Y043

Heute vor 125 Jahren verstarb der Karlsruher Hofbuchdrucker, Mundartdichter und Publizist Friedrich Gutsch jun. (1838–1897) in seiner Geburtsstadt. Gutsch wurde am 30. November 1838 als jüngster Sohn des Buchdruckers Friedrich Gutsch sen. in Karlsruhe geboren. Nach dem Besuch einer höheren Schule nahm er eine Schreinerlehre auf, musste diese jedoch wenig später aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Anschließend wurde er in der väterlichen Druckerei als Buchdrucker ausgebildet, die er dann – nach einer Hospitanz im Verlag seines Onkels, dem Verleger C. R. Gutsch aus Lörrach, – zusammen mit seinem Bruder übernahm.

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Richard Willstätter zum 150sten Geburtstag

Zu sehen ist ein Portrait von Richard Willstätter

Richard Willstätter 1923. - Quelle: Wikimedia.

Michael Mönnich (Gastautor), 13.8.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/25mp-y476

Nachdem er 1938 vor den Verfolgungen des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland in die Schweiz geflohen war, schrieb der Chemienobelpreisträger und gebürtige Karlsruher Richard Willstätter in seinem Tessiner Exil seine Autobiographie. Sie erschien posthum und gibt interessante persönliche Einblicke in ein deutsches Forscherleben in sehr bewegten Zeiten während dreier politischer Systeme. Sie findet sich auch im Bestand der Badischen Landesbibliothek (1. Aufl. 1949 und 2. Aufl. 1958).

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100 Jahre deutsche Nationalhymne

Zu sehen ist eine Aufnahme von Friedrich Ebert

Reichspräsident Friedrich Ebert, 1925. - Quelle: Wikipedia.

Almut Ochsmann (Gastautorin), 11.8.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/4h2w-ac18

„Einigkeit und Recht und Freiheit“, den Anfang unserer Nationalhymne, haben wir fast täglich in der Hand: Er ist auf dem Rand der deutschen 2-Euro-Münzen eingeprägt. Diese demokratischen Grundsätze scheinen uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit zu sein. Doch das war nicht immer so. Badische Zeitungen aus den Digitalen Sammlungen der BLB erzählen die wechselvolle Geschichte der Nationalhymne.

Im August 1922 erklärte der damalige Reichspräsident der Weimarer Republik Friedrich Ebert das „Lied der Deutschen“ zur offiziellen Nationalhymne. Text und Melodie sind aber schon früher entstanden. Zunächst bekam der Komponist Joseph Haydn den Auftrag, für den österreichischen Kaiser Franz II. ein „Volkslied“ zu schreiben: „Gott erhalte Franz den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!“ Das war 1797 und kann durchaus als Reaktion auf die französische Marseillaise gesehen werden. Die Kaiserhymne wurde schnell sehr beliebt und noch im selben Jahr komponierte Haydn sein Streichquartett op. 76 Nr. 3, in dessen zweitem Satz diese Melodie variiert wird und das als „Kaiserquartett“ bekannt ist.

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Wir feiern Johannes Reuchlin!

Porträt von Johannes Reuchlin, 18. Jh., Badische Landesbibliothek, Graph Slg 3230 (an den rechten Rand)

Porträt von Johannes Reuchlin, 18. Jh., Badische Landesbibliothek, Graph Slg 3230 (an den rechten Rand), Quelle: BLB.

Kira Epple, 2.8.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/q2d8-xf75

Anlässlich des 500. Todestags des Humanisten Johannes Reuchlin (1455–1522) veröffentlicht die Badische Landesbibliothek eine virtuelle Ausstellung und feiert damit sein Lebenswerk. Bekannt wurde Johannes Reuchlin durch seine Arbeit mit der hebräischen Sprache, seine Verdienste im christlich-jüdischen Dialog und durch seine große Bibliothek, deren Reste im Bestand der Badischen Landesbibliothek erhalten sind. Alle zwölf noch bekannten Handschriften aus Reuchlins Besitz sind vollständig digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen zu finden. Durch die Erschließung einer neuen Wissenschaft, der Hebraistik, steht Johannes Reuchlin beispielhaft für die Epoche der Renaissance. Sein Leben war geprägt von verschiedenen beruflichen Tätigkeiten, so war er Jurist, Diplomat, Philologe, Philosoph, Gräzist und Hebraist. Heute gilt er vor allem auch als Vorreiter religiöser Toleranz.

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