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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

50 Jahre Landesbibliographie

Gerrit Heim, 28.11.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/5ypz-c131

Viele Landkreise feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Dies tut auch die Landesbibliographie Baden-Württemberg. Auch wenn beide Ereignisse weit voneinander entfernt zu liegen scheinen, handelt es sich dabei um keinen Zufall. Am 1. Januar 1973 trat die große Kreisreform in Baden-Württemberg in Kraft. Zusammen mit der Neugliederung der Regierungsbezirke und der Gemeindereform war sie die größte Neustrukturierung in der Geschichte des Bundeslandes Baden-Württemberg. Damit löste sich das Land von den seit der Gründung des Südweststaates fortgeführten Strukturen, die bis 1973 die Vorgängerterritorien Baden und Württemberg in Form von Verwaltungsgrenzen sichtbar machten.

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70 Jahre Landesverfassung

Jan-Dirk Rausch (Gastautor), 20.11.2023 

DOIhttps://doi.org/10.58019/rrvv-wa93

Am 19. November 1953 trat die Verfassung des Landes Baden-Württemberg in Kraft. Dies wird am 28. November 2023 in der Lobby des Stuttgarter Landtags gefeiert. Wahrscheinlich nur dort, denn die Landesverfassung ist ein nicht gerade zum Feiern geeignetes, der Öffentlichkeit kaum bekanntes Regelwerk und bei weitem nicht so populär wie die Verfassung des Bundes, das Grundgesetz, auf dessen Rechte und Garantien sich viele Menschen regelmäßig berufen, das die Zusammenarbeit von Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat bestimmt und über das mit großer Macht das Bundesverfassungsgericht wacht, was immer wieder nach schlagzeilenträchtigen Entscheidungen die Öffentlichkeit bewegt.

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Eröffnung der Schwarzwaldbahn 1873

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus dem Schwarzwaldführer der Eisenbahn Offenburg-Constanz von 1870.

Schwarzwaldführer der Eisenbahn Offenburg-Constanz, 1870. Badische Landesbibliothek, 98 B 103337. - zum Digitalisat.

Frédérique Renno, 10.11.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/ap6t-8c17

Am 10. November 1873, also heute vor 150 Jahren, wurde die Schwarzwaldbahn offiziell eröffnet und war nun auf ihrer gesamten Länge von Karlsruhe bis Konstanz am Bodensee befahrbar. Bereits ab 1866 wurden sukzessive einzelne Abschnitte der Strecke in Betrieb genommen; zuletzt fehlte noch die Strecke zwischen Hausach und Villingen mit dem anspruchsvollsten Teil bei Triberg, wo enorme Höhenunterschiede überwunden werden mussten. Dies gelang dem Karlsruher Ingenieur Robert Gerwig (1820–1885), indem er sogenannte Kehrtunnel einsetzte, um die Steigung zu begrenzen: Sie verlängerten die Strecke und ermöglichten ein langsameres Ansteigen, damit die Lokomotiven, die damals noch nicht die Zugkraft von heute hatten, die Waggons über die Berge und Täler bringen konnten.

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Clara Schumann in Karlsruhe

Das Portrait zeigt Clara Schumann in einer Autotypie von Franz Hanfstaengl, München 1857.

Portrait Clara Schumann, Lithographie nach dem Foto von C. von Jagemann Wien 1866 von W. J. Morgan & Co. Cleveland. Das Portrait befindet sich im Besitz des Verfassers dieses Beitrags.

Wolfgang Seibold, 24.10.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/6ted-e173

Am 1. Februar 1839 kam die berühmte Pianistin Clara Schumann (1819–1896) auf ihrer zweiten Parisreise zum ersten Mal nach Karlsruhe; als Quartier bezog sie den Englischen Hof am Marktplatz. Tags darauf spielte sie im Schloss vor Großherzogin Sophie von Baden(1801–1865). Anfang der 1850er Jahre lernte sie Johann Wenzel Kalliwoda und seinen Sohn Wilhelm kennen, als sie am 23. Juli 1851 mit ihrem Mann, dem Pianisten und Komponisten Robert Schumann, auf der Durchreise in Baden-Baden Station machte. Dann folgen zeitlich die Jahre, aus denen ihre acht Briefe im Konvolut in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe stammen.

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Projekt: Reichenauer Inkunabeln

Katharina Ost, 13.10.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/mfc6-5w30

Katharina Ost ist Projektmitarbeiterin an der Badischen Landesbibliothek und arbeitet in einem Projekt zu den Reichenauer Inkunabeln. In diesem Projekt, das von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg gefördert wird, werden die in der Badischen Landesbibliothek befindlichen Inkunabeln Reichenauer Provenienz digitalisiert und mit qualitativ verbesserten Metadaten online verfügbar gemacht.Was dabei genau ihre Aufgaben sind, erfahren Sie in diesem Interview.

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Neue Ausstellung: Max Reger und Karl Straube

Die Abbildung zeigt die erste Seite der Notenhandschrift für die Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Max Reger, Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 (1900), Notenhandschrift für Karl Straube, S. 1
Max-Reger-Institut, Mus. Ms. 204 – erworben 2017.

Jürgen Schaarwächter, 30.9.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/b3tp-mt26

Max Reger und Karl Straube: Gerade aus Sicht vieler Organisten bilden die zwei Männer eine unauflösliche Einheit. Wie weitgehend die beiden Künstler miteinander verwoben waren, versuchen wir in dieser Ausstellung zu skizzieren, die seit dem 27. September 2023 in der Badischen Landesbibliothek zu sehen ist.

Ein Problem bei der Vorbereitung einer solchen Ausstellung ist für uns nicht selten ein Luxusproblem – aus den reichen Beständen des Max-Reger-Instituts Karlsruhe auszuwählen. Ein großer Teil der diesmal gezeigten Exponate wurde 1958, vor 65 Jahren also, erworben, mittelbar aus dem Nachlass Karl Straubes, dessen Witwe Regers Manuskripte veräußert hatte. Die jüngste Neuerwerbung aus Straubes Nachlass erfolgte 2017 – möglicherweise das berühmteste Orgelwerk Regers überhaupt, Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46. Bis 1900 verfasste Reger für Karl Straube, der viele Uraufführungen seiner Orgelwerke spielte, eigene Handschriften dieser Orgelwerke, häufig aus dem simplen Grund, dass sich die Werke noch im Druckprozess befanden und die Uraufführung nicht selten bereits vor Drucklegung erfolgte.

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Rückblick: Schwarzwaldbahn-Ausstellung

Zu sehen ist eine Darstellung eines Landschaftsausschnitts mit Schwarzwaldhütte, Tanne und Bahnbrücke im Hintergrund.

Ewald Keil: Vom Rhein längs der Schwarzwaldbahn zum Bodensee und Rheinfall. München 1928
Badische Landesbibliothek, 121 E 976 - Zum Digitalisat.

Barbara Bauer, 26.9.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/8d8t-8602

Am 16. September 2023 ist die Ausstellung „Mit der Schwarzwaldbahn an den Bodensee. Tourismuswerbung im Wandel“ zu Ende gegangen. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick zurück auf die Ausstellung und ziehen Bilanz.

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Der Oberbadische Aufstand 1923

Michael Fischer, 19.9.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/gbfg-b553

Das Jahr 1923 gilt gemeinhin als das „Krisenjahr“ der Weimarer Republik, in dem eine ganze Reihe von Ereignissen die Grundfesten der jungen Republik erschütterten: die Besetzung des Ruhrgebiets durch die französische Armee und der anschließende „Ruhrkampf“, Separationsbewegungen in Bayern und im Rheinland, Wirtschaftskrise und Hyperinflation, der kommunistische Umsturzversuch im so genannten „Deutschen Oktober“, die Reichsexekution gegen die sozialdemokratisch-kommunistischen Landesregierungen in Sachsen und Thüringen sowie der Hitler-Ludendorff-Putsch.

Auch im Badischen Oberland, wie die höher gelegenen Gebiete der früheren Markgrafschaft Baden-Durlach auch bezeichnet werden, eskalierte im September 1923 ein aus der prekären sozialen und wirtschaftlichen Situation geborener Konflikt zwischen der Arbeiterschaft aus Lörrach und weiteren Ortschaften in der Umgebung mit den lokalen Unternehmern zu einem bürgerkriegsähnlichen Aufstand unter kommunistischer Führung. Mit seiner starken Textilindustrie war Lörrach neben Mannheim eine badische Hochburg der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).

Dieser so genannte Oberbadische Aufstand jährt sich nun zum hundertsten Mal und ist in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek (BLB) und der Universitätsbibliothek (UB) Freiburg gut anhand digitalisierter Quellen nachzuvollziehen: Neben digitalisierten Zeitungen wie dem Badischen Beobachter (UB Freiburg) und dem Karlsruher Tagblatt (BLB) fanden die Ereignisse ebenfalls Niederschlag in den Debatten im Badischen Landtag (u.a. hier und hier), dessen Protokolle sich wie einige andere zeitgenössische Dokumente in den Digitalen Sammlungen der BLB befinden. Im folgenden Beitrag wird auf die Ereignisse in Lörrach fokussiert.

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Was macht eigentlich eine Papierrestauratorin?

Magdalena Liedtke und Christiane Schwab, 13.9.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/4f04-2e37

Magdalena Liedtke (ML) und Christiane Schwab (CS) sind Restauratorinnen in der Badischen Landesbibliothek. Was genau ihren Beruf ausmacht, erfahren Sie im folgenden Interview.

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130 Jahre Mädchengymnasium in Karlsruhe

Frédérique Renno, 2.9.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/b8cs-b024

Vor einigen Wochen wurden hier im Blog die vier ersten Frauen vorgestellt, die in Deutschland an der Universität Heideberg promovierten und dadurch zu Wegbereiterinnen für das Frauenstudium in Baden und Deutschland wurden. Anlässlich des 130. Geburtstags werden anhand der Berichterstattung in zeitgenössischen badischen Zeitungen die Reaktionen und Aufnahme der Gründung des ersten Mädchengymnasiums in Deutschland veranschaulicht, das im September 1893 eröffnet wurde.

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