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Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Nachlass Friedrich Lautenschlager

Die Fotografie zeigt Lautenschlager als jungen Mann im Anzug und mit Hut, mit der rechten Seite an einen Baum gelehnt, mit der linken Hand ein Buch haltend.

Lautenschlager als junger Mann. Foto: Familienbesitz.

Julia von Hiller, 15.8.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/hfkk-jp61

Von einigen ihrer früheren Direktoren besitzt die Badische Landesbibliothek nachgelassene Materialien, etwa von Alfred Holder (1840–1916), langjährigem Chef der Handschriftenabteilung und von 1911 bis 1916 Direktor der Großherzoglichen Hof- und Landesbibliothek; von ihm sind 150 Faszikel mit Korrespondenzen, Werkmanuskripten, Kollegnachschriften und Druckvorlagen erhalten (K 1455–1605), die Eduard Holder nach dem Tod seines Vaters der Bibliothek überlassen hat. Auch von Theodor Längin (1867–1947), der zusammen mit Holder seit 1904 die Leitung der Großherzoglichen Hof- und Landesbibliothek wahrnahm und ihm 1916 bis 1932 als Direktor nachfolgte, sind Nachlassmaterialien vorhanden, die die Bibliothek als Geschenk seines Sohnes Folkmar Längin erhalten hat, darunter Kollegnachschriften, Korrespondenzen, Werkmanuskripte und Notizhefte (K 2696–2706). Beide Nachlässe wurden während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert und haben daher die Vernichtung des Bestandes am 3. September 1942 überstanden. Die in der Badischen Landesbibliothek selbst verwahrten Zeugnisse ihrer beider dienstlicher Tätigkeit dagegen sind der Brandnacht vollständig zum Opfer gefallen.

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Mannheims erste Gartenschau 1907

Felix Geisler, 1.8.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/dpxj-pg53

In diesem Jahr findet die Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim statt. Vom 14. April bis zum 8. Oktober 2023 bietet sie zahlreiche Attraktionen und Veranstaltungen zwischen Blumenschau, Gartenbauausstellung, Sommerfest und Experimentierfeld im Luisenpark und auf dem Spinelli-Gelände in Mannheim. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung und Entwicklung von Grünflächen, Parks und Gärten in der Stadt. Dafür wurden neue Parks angelegt, vor allem auf dem Spinelli-Gelände, und bestehende Grünflächen, z.B. im Luisenpark, aufgewertet. Einen zweiten Schwerpunkt bilden relevante Fragestellungen für die Zukunft: So werden innovative Konzepte für nachhaltige Stadtentwicklung in den Bereichen Umwelt, Klima, Energie und Nahrungssicherung präsentiert. Zudem soll die BUGA 2023 eine Plattform für Kunst und Kultur sein. Es werden Kunstwerke im Freien ausgestellt, Performances und Konzerte stattfinden und kulturelle Veranstaltungen organisiert. Die Besucher und Besucherinnen können die Schönheit der Natur genießen, sich inspirieren lassen und an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen.

Die BUGA 2023 in Mannheim ist nicht nur ein Ereignis für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, sondern zieht auch Touristen und Touristinnen aus der ganzen Welt an. Es wird erwartet, dass die Veranstaltung einen positiven wirtschaftlichen Effekt auf die Stadt Mannheim und die gesamte Region haben wird, indem sie den Tourismus und die lokale Wirtschaft ankurbelt.

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Hyperinflation 1923

Das Bild zeigt eine  Reichsbanknote über fünf Billionen Mark von 1923.

Reichsbanknote über fünf Billionen (5.000.000.000.000) Mark von 1923. Der Wert entspricht 5 Rentenmark nach dem Wechselkurs vom 15. November 1923. Quelle: Wikipedia Commons.

Gerrit Heim, 21.7.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/rmny-q544

Inflation – kaum ein ökonomischer Fachbegriff löst in Deutschland so zuverlässig Emotionen aus. Während sich viele europäische Gesellschaften über einen längeren Zeitraum mit konstant hohen Preissteigerungsraten arrangieren, löst in Deutschland jede Veränderung der Nachkommastelle ein mediales Echo aus. Dahinter steckt nicht zuletzt eine kollektive Inflationsangst, die auf ein einschneidendes Ereignis in der deutschen Geschichte zurückgeht: die Hyperinflation von 1923.

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Wegbereiterinnen für das Frauenstudium

Brigitte Knödler-Kagoshima, 30.6.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/a29e-ve71

Im 19. Jahrhundert strebten Frauen vermehrt danach, Zugang zu einer höheren Schulbildung und zu einem Universitätsstudium zu erlangen. Eine führende Rolle bei dieser Entwicklung nahm das Großherzogtum Baden mit seinen beiden Landesuniversitäten in Heidelberg und Freiburg ein. Im Folgenden werden die vier Frauen vorgestellt, die als erste Frauen an der Universität Heidelberg promovierten und dadurch zu Wegbereiterinnen für das Frauenstudium in Baden und Deutschland wurden.

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„Gegen Schmutz und Schund“

Der Screenshot zeigt einen Artikel im Jungen Freiheitskämpfer, der Beilage zum Führer, vom 16. Juni 1933, in dem verfemte Literatur beschrieben wird.

Ausgabe von Der junge Freiheitskämpfer, Beilage zu Der Führer vom 16. Juni 1933. – zum Digitalisat.

Frédérique Renno, 16.6.2023 

DOI: https://doi.org/10.58019/0gpm-mp40

Dieses Jahr gab es bereits zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Erinnerungsprojekte zu den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten: Zwischen März und Oktober 1933 warfen die Nationalsozialisten an über 160 Orten Werke der von ihnen verfemten Bücher ins Feuer. Ein unrühmlicher Höhepunkt war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in etwa zwanzig deutschen Universitätsstädten, die von der Öffentlichkeit mit großer Aufmerksamkeit begleitet wurde. Werke aus Kunst, Wissenschaft und Philosophie, Politik, Lyrik und Romanliteratur wurden – von sogenannten „Feuersprüchen“ begleitet – den Flammen übergeben. Es waren Bücher von jüdischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Texte der kulturellen Moderne und Schriften, die auf die Freiheit der Meinung, des Denkens, der Kunst und der Forschung beharrten. Vernichtet wurden Werke von Sigmund Freud, Rosa Luxemburg, Albert Einstein, Karl Marx, Heinrich Mann, Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht, Anna Seghers, Kurt Tucholsky, Bertha von Suttner, Erich Kästner und vielen anderen mehr. In der Parteizeitung der Nationalsozialisten Der Führer vom 16.6.1933 wurden die Namen einzeln aufgelistet.

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„Another Level“ – neues Außenmobiliar

Das Foto von Oliver-Selim Boualam zeigt das neue Außenmobiliar „Another Level“ von Julius Bläser und Severin Geißler von der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Das neue Außenmobiliar „Another Level“ von Julius Bläser und Severin Geißler (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe). © Foto: Oliver-Selim Boualam.

Julius Bläser und Severin Geißler (Gastautoren), 12.6.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/j11t-g508

Im Frühjahr 2023 wurde das neue Außenmobiliar „Another Level“ von Julius Bläser und Severin Geißler, Absolventen der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe, im Skulpturengarten der Badischen Landesbibliothek realisiert. Es soll als Ort zum Verweilen, als neuer Treffpunkt und als Bühne für Veranstaltungen, Lesungen und Vorträge im öffentlichen Raum dienen. Über das Projekt sprechen die beiden Designer in folgendem Interview.

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Frauen und Küchen in der Werbung

Zu sehen ist eine Werbeanzeige der Firma bulthaup in der Zeitschrift Schöner Wohnen von August 1990.

Werbeanzeige der Firma bulthaup, in: Schöner Wohnen, 8/1990, S. 27. – zum Katalog.

Katharina Bauer (Gastautorin), 2.6.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/mm5q-pv29

In diesem Text soll es in erster Linie um Frauen gehen. Dennoch möchte ich ihn mit einem Mann beginnen: Besagter Herr hat viel zu tun. Er schnippelt, brät und wäscht in gleich dreifacher Ausführung frische Zutaten, die über den modernen Küchenblock der Firma bulthaup verteilt liegen. Sein Erscheinungsbild unterstreicht, dass er sich wohl häufig hinter dem Herd aufhält und sich bestens auskennt: Sein blau-weißes Hemd erinnert an die Jacke eines Berufskochs und verleiht der Küche auf diese Weise einen professionellen Charakter.

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Deutsche Digitale Bibliothek #relaunched

Das Bild zeigt einen Screenshot der Deutschen Digitalen Bibliothek.

Startseite der Deutschen Digitalen Bibliothek. – zur Webseite.

Gerrit Heim, 8.5.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/8s62-6a60

Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist ein Kooperationsprojekt, das die Bestände und Sammlungen zahlreicher teilnehmender Kultureinrichtungen unter einem virtuellen Dach vereint: Sie ermöglicht damit die kostenfreie Recherche im digitalisierten kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands für alle Nutzerinnen und Nutzer. Wer nach Fotografien, historischen Zeitungsausgaben, Manuskripten, alten Büchern, Gemälden, Musiknoten, Filmen, Skulpturen, Akten etc. sucht, wird hier online fündig.

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Neu entdeckt: eine unbekannte Zeichnung

Das Bild zeigt ein Selbstporträt der Künstlerin Marie Ellenrieder von 1818.

Marie Ellenrieder (1791–1863). Selbstporträt 1818. Quelle: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.

Edwin Fecker (Gastautor) und Annika Stello, 2.5.2023

DOI: https://doi.org/10.58019/e1jt-qx61

Unverhofft kommt oft – das gilt auch in Bibliotheken. Als vor kurzem einige handschriftliche Dokumente elektronisch verzeichnet wurden, deren Existenz zwischen einer größeren Menge gedruckter Bücher bisher unbeachtet geblieben war, ereignete sich wieder einmal ein solch unverhoffter Moment. Zwischen den von außen unscheinbaren Blättern und Büchlein fand sich auch ein Album mit eingeklebten Kunstpostkarten des 19. Jahrhunderts (Karlsruhe, BLB, K 3293 IV 21). Es ist auf den ersten Blick dekorativ, aber ansonsten nicht allzu bemerkenswert. Etwas ganz Besonderes stellt jedoch das allererste eingeklebte Bild des Albums, eine aquarellierte Zeichnung, dar.

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Zehn Jahre Lesebühne

Das Foto zeigt den Gastgeber der Lesebühne Stefan Unser mit Vorfreude auf die Benefizveranstaltung für die Ukraine im Mai 2022.

Der Gastgeber der Lesebühne Stefan Unser voller Vorfreude auf die Benefizveranstaltung für die Ukraine im Mai 2022.

Stefan Unser 25.4.2023 17.10 Uhr

DOI: https://doi.org/10.58019/t5ev-t355

Poetry Slam in seiner ursprünglichen Form ist Subkultur. Entsprechend sind es auch die Orte, an denen sich das erfolgreichste Literaturformat der Gegenwart ab Mitte der 2000er Jahre in Karlsruhe etabliert hat. Der Gotec Slam im Gotec Club in Mühlburg wurde von 2003 bis zu seinem Ende im Jahr 2018 über hundert Mal veranstaltet. Der KOHI Slam in den Räumen des KOHI Kulturraum e.V. in der Karlsruher Südstadt findet seit Juni 2007 an jedem letzten Freitag im Monat statt.

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