Herzlich Willkommen im BLBlog!

Herzlich willkommen im Blog der Badischen Landesbibliothek! Hier finden Sie Beiträge rund um badische Landeskunde, Geschichte und Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Personen, Orte und Themen, die einen Bezug zur Badischen Landesbibliothek oder ihren Beständen haben.

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Kontakt: Dr. Michael Fischer

Olympia 1936

Alexandra Kankeleit (Gastautorin), 15.6.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/1696-sc81
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Die Badische Landesbibliothek verfügt seit 1993 über einen großen Teil des Nachlasses von Georg Alexander Mathéy (1884–1968). Der deutsche Künstler und Schriftsteller ist einigen Karlsruhern vielleicht schon durch eine Ausstellung bekannt, die 2017 in der BLB präsentiert wurde. Eine liebevoll gestaltete Begleitpublikation gibt Einblicke in sein Leben und kreatives Schaffen. Die Beiträge des Autorenkollektivs machen deutlich, dass sich Mathéy schon in jungen Jahren als Grafiker profilieren und kommerzielle Erfolge erzielen konnte.

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Leben und Schreiben im rauhen Schwarzwald

Zu sehen sind mehrere historische Buchrücken.

Seit August 2019 werden in einem Gemeinschaftsprojekt der Handschriftenzentren Stuttgart und Leipzig mit der Badischen Landesbibliothek (BLB) die Handschriften aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen.

Nur sehr wenige der ca. 110 Handschriften sind in St. Georgen selbst entstanden, der allergrößte Teil gelangte über Erwerbungen des 17. und 18. Jahrhunderts dorthin. Von wo und auf welchen Wegen sie in das Kloster kamen, lag zu Projektbeginn für die meisten Handschriften völlig im Dunklen. Mittlerweile sehen wir nun deutlich klarer und wissen, dass die meisten Bände aus Frauenklöstern in Westschwaben und dem Bodenseeraum stammen. Eine ganz besondere Bedeutung kommt dabei dem sogenannten Bickenkloster in Villingen am Ostrand des Hochschwarzwalds zu: Diesem franziskanischen Schwesternkonvent konnten bislang besonders viele der St. Georgener Handschriften zugewiesen werden. Aus ihnen lässt sich nun ein völlig neues Bild für die dortige Handschriftenproduktion und Lesekultur in der Zeit zwischen 1480 und 1530 rekonstruieren, ein neuer Baustein für die Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte des deutschen Südwestens.

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Keine einzige unkatalogisierte Note mehr!

Das dekorativ gestaltete Titelblatt zeigt ein Foto des Großherzogs in einem Hexagramm aus zwei roten und gelben Dreiecken, also den badischen Landesfarben, darüber die Überschrift "Baden Stern" in roter Farbe.

Abb. 1: Musikdruck aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (Bad MusDr S 2189). - Quelle: zum Digitalisat.

Julia von Hiller, 2.5.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/K0AA-6E66

Es ist so weit: Bei uns in der BLB gibt es keine einzige handgeschriebene oder gedruckte Musiknote mehr, die nicht weltweit nachgewiesen wäre! Keine Viertelnote, keine halbe Note und ganze Noten erst recht nicht. Wir haben die Katalogisierung sämtlicher bei uns vorhandenen Notenmaterialien vollständig abgeschlossen. Dank an das RISM-Team München für die fantastische Zusammenarbeit und Gratulation an das gleichsam nur „nebenberuflich“ in der Erschließung tätige Expertenteam um Janina Späth zu seiner wunderbaren Leistung. 

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Herzlichen Glückwunsch Baden-Württemberg

Zu sehen ist die Überschrift der Zeitung "Das Neue Baden" vom Mai 1947.

Abb. 1: Die Zeitung Das Neue Baden vom Mai 1947.

Jana Schütte, 25.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/6zvc-dv89

Am 25. April 1952 rief Reinhold Maier (FDP/DVP) in Stuttgart den Südweststaat aus und somit wurde aus den Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern ein neues Bundesland. Am heutigen Tag feiert Baden-Württemberg also seinen 70. Geburtstag.

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Adolf Geck

Porträt eines bärtigen Mannes mit lockigem Haar in Anzug und Weste, der nach rechts blickt.

Abb. 1: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe {231 Nr. 2937 (687)}: Quelle: www.landesarchiv-bw.de/plink/.

Gerrit Heim (Gastautor), 13.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/3ywa-c062

Vor 70 Jahren verstarb mit Adolf Geck der erste in die Zweite Kammer des Badischen Landtags gewählte Sozialdemokrat – 1905/06 wurde er sogar Mitglied des Landtagspräsidiums. Geck verkörperte die Biografie eines Sozialdemokraten aus dem von ihm so bezeichneten „Heldenzeitalter der Partei“ wie kaum ein anderer.

Als eines von acht Kindern eines Gastwirts 1854 in Offenburg geboren, absolvierte er das Progymnasium als Klassenbester. Das anschließende Studium des Bauingenieurwesens in Karlsruhe brach er jedoch 1878 ohne Abschluss ab. Stattdessen wandte er sich der Arbeiterbewegung zu. In der Auseinandersetzung zwischen Sozialdemokratie und Reichsregierung im Zuge der Sozialistengesetze kämpfte Adolf Geck für seine Überzeugungen, was ihm als führenden Mitglied der badischen Sozialdemokraten zahlreiche Haft- und Geldstrafen einbrachte.

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Günther Klotz – der „OB mit Herz und Humor“

Auf dem Foto ist der ehemalige Oberbürgermeister von Karlsruhe, Günther Klotz, zu sehen. Er hält Papiere in den Händen und sitzt an einem Schreibtisch.

Abb. 1: Günther Klotz, etwa 1952.

Michael Fischer, 7.4.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/mwr2-1881

So ziemlich jeder Karlsruher kennt sie und fast jeder war schon mal dort: die Günther-Klotz-Anlage zwischen Südweststadt und Grünwinkel mit ihren Grünanlagen, der hindurchfließenden Alb, einem Spielplatz, kleinen Seen, einer Skateanlage und vielem mehr. Im Volksmund wird sie liebevoll „Klotze“ genannt. Ihr Namensgeber war der legendäre Karlsruher Oberbürgermeister Günther Klotz, dessen Todestag sich am 7. April 2022 nun zum fünfzigsten Mal jährt.

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Krieg in der Ukraine

Die Buchseite zeigt inmitten einer breiten Rankenbordüre den Evangelisten Matthäus sitzend beim Schreiben seines Evangeliums.

Abb. 1: Der Evangelist Matthäus. Evangeliar von Peressopnyzja (16. Jh.) in der Wernadskyj-Nationalbibliothek in Kiew. Quelle: Wernadskyj-Nationalbibliothek.

Julia von Hiller, 26.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/382c-2m18

Die Badische Landesbibliothek verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Wir sind in Gedanken bei denen, die nun um ihr Leben fürchten und erleben müssen, dass ein völkerrechtswidriger Krieg ihr Land mit Tod und Zerstörung überzieht. Wir als Badische Landesbibliothek mit einer eigenen Kriegszerstörungsgeschichte machen darauf aufmerksam, dass bei den Angriffen des russischen Militärs auf die ukrainischen Städte auch das reiche Kulturerbe des Landes in höchstem Maß bedroht ist.

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Zeitungsarchäologie II: Auktionspech

Textplakat mit allen Angaben zu Ort, Termin und Inhalt der Vorstellung.

Abb. 1: Anschlagzettel zur Vorstellung des Seiltänzers Rudolph Knie am 6. und 7. Juni 1832 in Karlsruhe (121 C 38 R).

Julia von Hiller, 9.2.2022

DOI: https://doi.org/10.58019/a1ey-4k57

Am 14. Oktober 2021 wurden bei Kiefer Buch- und Kunstauktionen in Pforzheim zweiundzwanzig Schaustellerzettel verauktioniert. Bei genauerer Recherche stellte sich heraus, dass viele dieser Zettel zu Darbietungen von Akrobaten, Zauberern und Sängerinnen, zu Präsentationen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten et cetera nach Karlsruhe gehören, wo sie in den Jahren 1831 bis 1833 zum Einsatz gekommen sind. Als frühe Dokumente der Unterhaltungs- und Eventbranche des 19. Jahrhunderts haben sie ohnehin einen einzigartigen kulturgeschichtlichen Wert. Nun waren sie womöglich auch noch Zeugnisse dieser Branche aus unserer Stadt. Und Unikate waren sie vermutlich auch. Deshalb haben wir uns in der BLB sofort brennend dafür interessiert, sind der Sache nachgegangen und haben auf die Zettel geboten.

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Abgesang auf die Plastiktüte

Abb. 1: BLB-Plastiktüte bei nassem Wetter.

Julia von Hiller, 31.12.2021

DOI: https://doi.org/10.58019/5h1v-0934

Ab morgen gilt in Deutschland ein Verbot für leichte Plastiktragetaschen, üblicherweise genannt: Plastiktüte. Im Text des Verpackungsgesetzes heißt es genau: „Letztvertreibern ist ab dem 1. Januar 2022 das Inverkehrbringen von Kunststofftragetaschen, mit oder ohne Tragegriff, mit einer Wandstärke von weniger als 50 Mikrometern, die dazu bestimmt sind, in der Verkaufsstelle mit Waren gefüllt zu werden, verboten.“ Ein Verstoß gegen das Verbot wird als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern geahndet werden. Nur ultraleichte Kunststoffbeutel mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern für den Transport von losem Obst und Gemüse, Fleisch oder Wurstwaren bleiben erlaubt.

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Die RAF und die BLB

Leihkarte von Günter Sonnenberg.

Abb. 1: Benutzerkarte von Günter Sonnenberg als Benutzer der Badischen Landesbibliothek, ausgestellt am 5. April 1976.

Julia von Hiller 23.11.2021 22.00 Uhr

DOI: https://doi.org/10.58019/yx0c-ab20

Am 7. April 1977, morgens auf der Fahrt zum Dienst am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback von Terroristen der Roten Armee Fraktion ermordet. Die Badische Landesbibliothek hatte ihnen die Literatur zur Verfügung gestellt, die sie zur Vorbereitung der Tat benötigten.

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